| 20:35 Uhr

Eine Märchenstunde zum Schieflachen

Die Freundinnen Leonie Steffes (links) und Fabiola Metzgeroth (rechts) sind begeistert vom Figurentheater der Tatyana Khodorenko (Mitte), die ihnen die Puppen ganz aus der Nähe zeigt. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Die Freundinnen Leonie Steffes (links) und Fabiola Metzgeroth (rechts) sind begeistert vom Figurentheater der Tatyana Khodorenko (Mitte), die ihnen die Puppen ganz aus der Nähe zeigt. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Manderscheid. Mitfiebern konnten 150 Kinder und Erwachsene beim Gastspiel des reisenden Figurentheaters von Tatyana Khodorenko. Die Puppenspielerin führte im Auftrag von KiM (Kleinkunst in Manderscheid) "Die Prinzessin auf der Erbse" auf.

Manderscheid. Hans-Christian Andersen hat das Märchen geschrieben. Tatyana Khodorenko hat es für die Bühne umgeschrieben - und sich dabei einige Freiheiten erlaubt. So spielt der Prinz im heiratsfähigen Alter mit Barbiepuppen.
So bietet die russische Prinzessin als Mitgift an: "Wir haben Gold, Erdöl und Erdgas." Die englische Prinzessin ist eine alte Jungfer, die spanische Infantin leidet an Herzrhythmusstörungen. "Abgelehnt!", ruft die Königin jedes Mal und macht schließlich den berühmten Echtheitstest mit Erbsen.
Den Kindern mit ihren Eltern und Großeltern sind Spaß und Spannung ins Gesicht geschrieben - beim Verteilen der Suchbriefe an die Prinzessinnen im Publikum, beim Staunen über die Wandlungsfähigkeit der Puppenspielerin, beim Erbsenregen als Hochzeitfeuerwerk. "Das war total lustig", finden die neunjährigen Freundinnen Fabiola Metzgeroth und Leonie Steffes. "Aber der Prinz sah schon ziemlich alt aus", meint Fabiola. "Und die Prinzessin ziemlich zottelig", sagt Leonie.
Das Märchen war den beiden Schülerinnen der dritten Klasse der Grundschule Manderscheid nicht unbekannt; sie hatten das Thema im Unterricht behandelt und Bilder zu Märchen gemalt. Etwa 30 der Schülerkunstwerke waren jetzt zur Theateraufführung im Kurhaus ausgestellt worden. "Das machen wir immer, wenn wir Kinderprogramm haben", sagte KiM-Vorstandsmitglied Wolfgang Moritz. Die Zusammenarbeit mit der Schule sei sehr gut. bb