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Elfriede Meurer: Ich bin für mehr Ehrlichkeit

Elfriede Meurer ist seit 15 Jahren Landtagsabgeordnete. Nun kandidiert sie erneut als Direktkandidatin für die CDU. TV-Foto: Klaus Kimmling
Elfriede Meurer ist seit 15 Jahren Landtagsabgeordnete. Nun kandidiert sie erneut als Direktkandidatin für die CDU. TV-Foto: Klaus Kimmling FOTO: Klaus Kimmling (m_wil )
Wittlich. Eine ehrliche Haushaltspolitik ist ihr wichtig: Als Direktkandidatin für die CDU im Wahlkreis 22, der die Verbandsgemeinden Wittlich-Land, Traben-Trarbach und die Stadt Wittlich umfasst, tritt Elfriede Meurer aus Wittlich bereits zum dritten Mal an. Bisher hat sie ihren Wahlkreis mit rund 44 000 Wahlberechtigten immer gewonnen. Jasmin Wagner

Wittlich. Sie ist eine Frau, die sich schon sehr lange in der Politik engagiert: Elfriede Meurer ist seit 25 Jahren Mitglied der CDU, seit 2001 ist sie Mitglied des Landtags und seit 2004 gehört sie dem Kreistag an. In der vergangenen Legislaturperiode arbeitete sie im Haushalts- und Finanzausschuss sowie im Petitionsausschuss des Landtags mit. Zwei Themen, die auch ihre politischen Schwerpunkte widerspiegeln: "Rheinland-Pfalz hat kein Einnahme-, sondern ein Ausgabe-Problem", sagt Meurer. Dabei gebe es durchaus noch Sparpotential im Land, beispielsweise beim Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Im Gegenzug könnten dann rund 600 neue Lehrer und 300 neue Polizisten eingestellt werden. Generell sei ihr in der Haushaltspolitik mehr Ehrlichkeit wichtig. Schließlich könne man nur Geld ausgeben, wenn man auch tatsächlich welches zur Verfügung habe.
Ihre Arbeit in den beiden Ausschüssen beschreibt Meurer als "spannend, aber komplex". Vor allem seien es Ausschüsse, die nicht öffentlich tagen. Entsprechend sei es ihre Aufgabe als Politikerin, die komplexen Entscheidungen in diesen Gremien den Bürgern zu vermitteln. Um das Vertrauen der Wähler zu gewinnen und zu halten, sei es wichtig, Kontinuität zu vermitteln. "Mir ist es wichtig, Entscheidungen sachlich zu begründen."Landtagswahl 2016


In den vergangenen fünf Jahren hat auch der Petitionsausschuss Elfriede Meurers Arbeit im Landtag bestimmt. Dieser Ausschuss beschäftige sich mit Anliegen, die der Bürgerbeauftragte Dieter Burgard nicht lösen könne. Gleichzeitig ist Meurer Mitglied der Strafvollzugskommission. Ein Thema, dass Meurer besonders wichtig ist: Schließlich sei die Justizvollzugsanstalt (JVA) in Wittlich die größte in ganz Rheinland-Pfalz. Sie setzt sich für Passivhunde im Strafvollzug ein, die beispielsweise Drogen aufspüren könnten, ohne dass der Drogenschmuggler das durch Bellen oder ein anderes auffälliges Verhalten des Hundes merken würde. Bisher müssten Besucher der JVA mühsam untersucht werden, was für beide Seiten vergleichsweise unangenehm sei. Mit einem solchen Passivhund würde diese Situation erleichtert werden.
Auch das Thema Flüchtlinge bewegt Meurer. Es sei wichtig, bestehende Gesetze konsequent anzuwenden und Menschen, die einen Asylanspruch haben, konsequent zu integrieren. Alle anderen Flüchtlinge, die sich lediglich ein besseres Leben wünschen würden, sollten zurückgeschickt werden.
Was die Koalitionsoptionen der CDU nach der Landtagswahl betrifft, ist sich Meurer nicht sicher: "Niemand kann sagen, wie die Wahl ausgeht." Eine Koalition mit der AfD schließt sie allerdings aus.
Ihre eigenen Erfolgsaussichten bei der Landtagswahl schätzt Meurer als gut ein: "Ich hoffe, dass ich gewinne und die Region für weitere fünf Jahre im Landtag vertreten kann. Ich habe mich in den letzten 15 Jahren bewährt."
Und warum sollte Julia Klöckner Ministerpräsidentin werden? Demokratie lebe vom Wechsel. Nach 25 Jahren SPD sei es Zeit für eine neue Landesregierung. "Klöckner ist eine junge Frau, die frischen Schwung und neue Kraft für das Land mitbringt", betont Meurer und verweist auf den gleichlautenden Wahlkampfslogan auf den Plakaten. Klöckner sei jemand, der unendlich viel arbeite und die bei ihren Entscheidungen immer Pro und Contra abwägen würde. Meurer: "Ich bin froh, dass wir sie haben und sie unsere Kandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin ist." In ihrem Wahlkreis ist Meurer generell wichtig, dass es auch ländliche Regionen mit schnellerem Internet versorgt werden: "Es ist Aufgabe des Staates für gleiche Lebensbedingungen zu sorgen." Außerdem setzt sie sich für eine gute Infrastruktur ein: "Der Hochmoselübergang ist ein Segen für die Region." Wittlich sei eine Stadt, die sich vor allem durch ihre gute verkehrstechnische Lage auszeichne.Extra

Elfriede Meurer, 58 Jahre alt, wohnt in Wittlich, ist geschieden und hat zwei Kinder. Sie ist seit 2001 Mitglied des Landtags. In ihrer Freizeit liest die gelernte Bauzeichnerin gerne oder spielt Gesellschaftsspiele. jwa