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Entlassungen und Fischerei-Schließung: Himmerod auf Sparkurs

Kloster Himmerod.
Kloster Himmerod. FOTO: Marion Maier
Himmerod. Nach einer Zeit der Investitionen ist das Kloster Himmerod nun auf striktem Sparkurs. Deshalb wurden laut Bruder Konrad, dem Verwalter des Klosters, ein Geschäftsführer, ein Berater und der Fischereimeister entlassen. Die Fischerei sei dichtgemacht worden, weil sie hochdefizitär sei, sagt der Mönch.

Nur für den Bedarf im Restaurant und für Vorbestellungen werden zukünftig Forellen in den Klosterteichen gehalten, die Teiche sollen verpachtet werden. Geräucherte Forellen lässt Himmerod unter seinem Namen und nach eigener Rezeptur von einer Firma in Kastellaun herstellen.

Der Buch- und der Klosterladen in Himmerod werden zusammengelegt, damit Personal gespart werden kann. Die Wiedereröffnung ist für Anfang März geplant.

Doch es wird nicht nur zurückgefahren: Ein Café zieht in den freigewordenen Klosterladen ein. Auch die übrigen Räume in dem Haus mit der Nummer vier sind mittlerweile vermietet.

Bruder Konrad ist optimistisch, dass das Kloster, in dem noch neun Mönche leben, mit diesen Einsparungen weiterlaufen kann. Die Zahlen der Betriebsgesellschaft für 2010, die noch nicht alle vorlägen, fielen besser aus als die der Vorjahre, sagt der Mönch.

2008 und 2009 waren Fehlbeträge von je mehr als 200.000 Euro aufgelaufen. Zusammen mit Spezialisten soll weiter überlegt werden, wie das Kloster zukünftig an Geld komme.

Der alte Masterplan, mit dem Himmerod autark werden wollte, hat laut Bruder Konrad nicht funktioniert. Der Verwalter schließt nicht aus, dass einige Ideen, wie die von einer Käserei, später noch einmal aufgegriffen würden. Bruder Konrad betont jedoch auch, dass Himmerod weiter auf Spenden und das Engagement der Ehrenamtlichen angewiesen sei.