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Experten interessieren sich für Initiative Rückenwind

Wittlich. Über die neue Beratungsstelle für Angehörige Inhaftierter haben sich Experten aus Frankreich, Belgien, Großbritannien, Luxemburg und Deutschland bei einem Besuch in Wittlich informiert.

Wittlich. Im Rahmen der Tagung "Bürger integrieren Bürger" veranstaltet vom Europäischen Forum für angewandte Kriminalpolitik und der Association Nationale des Visiteurs de Prison waren 30 Teilnehmer zum Praxisbesuch bei der Initiative Rückenwind, die Angehörigen Inhaftierter Hilfen anbietet, zu Gast.
Die Besucher, sowohl Ehrenamtliche als auch Professionelle aus dem Bereich der Straffälligenhilfe aus Frankreich, Belgien, Großbritannien, Luxemburg und Deutschland, zeigten großes Interesse an der neuen, für Angehörige von Strafgefangenen errichteten Anlaufstelle.
Angelehnt an das Vorhaben der Tagungsteilnehmer, europäische Standards für freiwilliges Engagement im Strafvollzug zu beschließen, stand auch das ehrenamtliche Engagement bei Rückenwind im Zentrum der Projektvorstellung.
Nach dem Vorbild des französischen Modells ist die ehrenamtliche Mitarbeit fester Bestandteil und bildet die größte Säule des Projekts. Dass sich seit Eröffnung der Kontaktstelle vor einem halben Jahr bereits zwölf ehrenamtlich Engagierte mit ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen für die Anliegen der Angehörigen einsetzen, beeindruckte die Besucher nachhaltig.
Auch die vielseitige Tätigkeit der ehrenamtlichen Vollzugshelfer in den Wittlicher Anstalten und Claudia Schwinns Darstellung der zu erfüllenden Kriterien zur Ausübung dieses anspruchsvollen Amtes weckte große Aufmerksamkeit bei den Zuhörern.
Der internationale Austausch verdeutlichte die länderspezifisch sehr unterschiedlichen Facetten des Strafvollzugs, zeigte aber auch die Einigkeit darüber, dass das ehrenamtliche Engagement hilft, die Ausgrenzung von Straffälligen und betroffenen (Mit-)bürgern zu verhindern. red