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Weihnachtsmarkt
Feuerprobe für die Neulinge: Manderscheider Burgenweihnacht unter anderer Regie

Dieses Symbolfoto zeigt Weihnachtsdekorationen und Spielsachen auf einem Weihnachtsmarkt.
Dieses Symbolfoto zeigt Weihnachtsdekorationen und Spielsachen auf einem Weihnachtsmarkt. FOTO: Andre Klohn / dpa
Manderscheid. Die zwölfte Burgenweihnacht in Manderscheid ist am ersten Wochenende im Advent. Es ist die erste unter der Regie des neu gegründeten Burgenvereins. Von Christina Bents

Der Duft von Waffeln, Glühwein, Tee, Tieren und Feuer wird am ersten Adventswochenende auf der Manderscheider Niederburg durch die Luft schweben, denn dann heißt es wieder: Willkommen zur Burgenweihnacht. Zwischen den alten Mauern der Burg werden 26 Stände aufgebaut sein. Selbstgefertigte Holz- und Metalldekorationen gibt es unter anderem zu kaufen, ebenfalls sind Honig und Met, Modeschmuck, handgesponnene Wolle, Motorsägenkunst und Stockbrot im Angebot. Und das alles aus der Heimat. „Wir achten darauf, dass wir hier selbstgemachte, hochwertige Produkte aus der Region anbieten, die zum Ambiente der Burg passen“, erklärt Verena Schömer, Mitorganisatorin der Burgenweihnacht und Mitglied im Burgenverein.

Bisher hat die Stadt Manderscheid die Burgenweihnacht veranstaltet, doch seit Anfang November gibt es den Burgenverein (der TV berichtete), der hier zum ersten Mal aktiv ist und damit seine Feuertaufe feiert. Verena Schömer: „Da die Organisation der Burgenweihnacht schon sehr viel früher gestartet ist, standen die meisten Dinge wie Beleuchtung oder Standbetreiber schon fest.“ Sie ergänzt: „Zudem sind viele Manderscheider im Burgenverein aktiv, die schon seit vielen Jahren bei der Burgenweihnacht dabei sind. Trotzdem freuen wir uns auf unsere erste Veranstaltung als Burgenverein.“

Dabei bleibt der Verein Bewährtem treu. Für Familien ist die lebende Krippe mit Bürgermeister Günther Krämer und seiner Frau Regina ein Anziehungspunkt. Der Stadtbürgermeister und seine Frau lassen es sich hier nicht nehmen, als Maria und Josef selbst an beiden Tagen dabei zu sein. Hirten, Schafe und weitere Tiere sind ebenfalls mit auf der Burg.

Die Jugendfeuerwehr ist an diesem Wochenende besonders wichtig: Sie sind für die Burg in Flammen verantwortlich. Rund zwei Stunden vor Einbruch der Dämmerung kümmern sich die jungen Wehrleute um die Verteilung und das Anzünden der Feuerschalen. Verena Schömer: „Zusammen mit der speziellen Beleuchtung für die Burgenweihnacht kommt es so zu einer besinnlichen Weihnachtsstimmung.“ In diesem Jahr sind neben den altbekannten auch neue Anbieter mit dabei. Es wird erstmals Schwippbögen, das sind Lichterbögen, Senf und Chutney, Schmuck sowie Duftkissen geben.

Ohne Helfer wäre die Burgenweihnacht nicht möglich. Die Gemeindearbeiter bauen die Buden auf und versorgen die gesamte Burg mit Strom, die Feuerschalen werden von Kerzen Moll hergestellt, dazu helfen weitere Beleuchtungsfirmen und Ehrenamtliche mit. Verena Schömer berichtet: „Wir setzen uns nach dem Weihnachtsmarkt zusammen und tauschen unsere Eindrücke aus, und versuchen neue Ideen aufzugreifen und umzusetzen. Die ersten Anschreiben gehen dann Ende Juli raus. Das wird beim jetzigen Veranstalter, dem Burgenverein, so weitergeführt werden.“ Wie in den vergangenen Jahren gibt es wieder einen Bustransfer zur Niederburg. Eine Haltestelle ist am Kreisverkehr Ceresplatz, eine am Rathaus Manderscheid und eine am Parkplatz Burgenblick eingerichtet. Eine Fahrt kostet einen Euro.

Die Öffnungszeiten der Manderscheider Burgenweihnacht: Samstag, 2. Dezember, von 14 bis 22 Uhr und am Sonntag, 3. Dezember, von 11 bis 18 Uhr.