| 17:05 Uhr

Bauwerk
Wallfahrtskirche Klausen: Fledermäuse stoppen Dachsanierung

FOTO: Christina Bents
Klausen. Wer für die Sanierung der Wallfahrtskirche in Klausen spenden möchte, kann das tun. Denn nachträglich wurden mehr Schäden an den alten Dachbalken festgestellt, als ursprünglich gedacht. Dazu verzögert der Winterschlaf der geschützten Fledermäuse die Sanierung. red

() Die Balken des Dachstuhls der Wallfahrtskirche Klausen, die teilweise noch aus dem Mittelalter stammen, sind stark geschädigt, verzogen oder marode (der TV berichtete). Vor den umfangreichen Bauarbeiten wurde eine Schadenserhebung durchgeführt. Da das Dach vom Gewölbe bis zum Dachfirst eine Höhe von rund 17 Metern hat, mussten zunächst Stege in drei Etagen eingebaut werden. Erst danach konnte der mittlere und obere Teil des Dachs exakt begutachtet werden. Es wurden erhebliche Schäden in diesen Bereichen nachträglich festgestellt, da diese von der unteren Ebene aus nicht einsehbar waren. Die zunächst veranschlagten Kosten sind dadurch gestiegen.  Die dringendsten Sanierungsarbeiten wurden während des Winterschlafs der im Dachstuhl lebenden Langohr-Fledermäuse erledigt werden. Da der Artenschutz der Tiere bei den Sanierungsarbeiten berücksichtigt wird, müssen nun nach Beendigung des Winterschlafs die Arbeiten pausieren.

 Die Kosten für die Sanierung wurden mit etwas mehr als 300 000 Euro veranschlagt. Das Bistum Trier beteiligt sich mit 60 Prozent. Die Restsumme muss von der Kirchengemeinde getragen werden. Dazu wurde ein  Spendenkonto eingerichtet: Wallfahrtskirche Klausen, Stichwort: Dachsanierung, IBAN  DE39 5875 1230 0066 0080 20. Zudem spendet Wallfahrtsrektor Pater Albert Seul den Erlös des kürzlich veröffentlichen Buch „Klausener Geschichte(n) – Eberhardslegenden“ komplett in die Dachsanierung. Die erste Auflage des Buches ist fast vergriffen. Erhältlich ist es im Dorfladen Klausen, in der Altstadtbuchhandlung Wittlich, im Klostergut Klausen und in der Wallfahrtskirche Klausen.