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Kirche
Kirche wird renoviert: Frische Farbe für St. Markus

Gert Freis mit einem Element des Beichtstuhls im ausgeräumten Kirchenraum von St. Markus.
Gert Freis mit einem Element des Beichtstuhls im ausgeräumten Kirchenraum von St. Markus. FOTO: Christina Bents
Wittlich. In St. Markus in Wittlich wird derzeit hart gearbeitet. Die Kirche wird neu angestrichen und eine Arbeitsgruppe überlegt, wie man die Kirche gestalten kann, um besondere Gottesdienste feiern zu können.

Ein Schild an der Tür von St. Markus zeigt es an: „Die Pfarrkirche St. Markus ist wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.“ Im Inneren der Kirche wird aber kräftig angepackt. Gert Freis und seine Mitarbeiter sind gerade dabei einen Beichtstuhl vorsichtig auseinanderzuschrauben, damit die wertvollen alten Schnitzarbeiten keinen Schaden nehmen. Die Bänke sind bereits ausgeräumt und das Chorgestühl mit einer festen Plane überzogen. Vereinzelte Kerzenleuchter stehen zum Verladen bereit im Kirchenraum.

Eine vor dem Altar liegende Säge zeigt,  dass auch dort gearbeitet wird. Passende Hölzer sind nötig, mit denen die Schreiner Kästen um die Altäre bauen, um sie während der Renovierung zu schützen. Michael Aurich, Vorsitzender des Verwaltungsrats von St. Markus, berichtet: „Die Bänke waren schnell raus. Wir sind sehr froh, dass uns Herr Wittschier von der Reithalle hier in Wittlich sehr unkompliziert die Möglichkeit gegeben hat, sie unterzustellen.“

In der kommenden Woche werden die Gerüstbauer kommen. Dann soll es mit dem Innenanstrich weitergehen. Doch es stehen noch Farbprüfungen an. „Es muss noch genau geklärt werden, welche Art von Farbe vorher in der Kirche war, und was jetzt gestrichen wird“, so der Verwaltungsratsvorsitzende.

Er betont: „Sehr wichtig ist uns, dass die Kirche ihren Charakter behält.“ Deshalb gibt es eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Innengestaltung beschäftigt. Denn die Möglichkeiten, die St. Markus bietet, will man künftig besser nutzen. Angedacht ist beispielsweise, vor dem Altar mehr Platz zu schaffen, um bei Kleinkindergottesdiensten die Möglichkeit zu haben, dort Kissen auf den Boden zu legen, auf denen die Kinder sitzen können, um nah genug am Geschehen zu sein. Zudem soll der Turmraum ein Mittelpunkt werden. Dort könnten Taizé-Gebete und Taufen stattfinden.

 Es soll aber weiterhin die Möglichkeit gegeben sein, dass an hohen kirchlichen Feiertagen durch das Hauptportal ein großer Einzug des Pfarrers mit den Messdienern möglich ist“, erklärt Michael Aurich. Weiter sagt er: „Er soll zudem zu einem Ruheraum werden, in dem ein stilles Gebet möglich ist.“ Ein weiterer Gedanke der Arbeitsgruppe ist es, einen kleinen Teil im hinteren Bereich der Kirche zu bestuhlen. „Die genaue Ausgestaltung steht derzeit aber noch nicht fest, dafür ist es noch zu früh“, betont Michael Aurich.

Neben dem Anstrich der Kirche wird es Arbeiten an der Akustik, der Heizung und der Beleuchtung geben. Angestrebt wird, die Arbeiten bis Weihnachten abzuschließen.

Die Kosten für die Innenrenovierung schätzt der Verwaltungsrat auf 320 000 Euro. Zuschüsse vom Bistum wird es geben. Wie hoch diese ausfallen, ist jedoch noch nicht klar. Die letzte Innenrenovierung in St. Markus fand 1987 statt. 2004 gab es eine große Außenrenovierung, bei der unter anderem die Meistermann-Fenster saniert, Steinmetzarbeiten erledigt und ein Außen­anstrich aufgetragen wurde.

Die Gottesdienste, auch die bestellten Intentionen, werden während der Renovierungsarbeiten in der Schwestergemeinde St. Bernhard zu den gewohnten Zeiten gefeiert werden. Einzelne Ausnahmen werden über den Pfarrbrief, die Internetseite, die Presse und Aushänge mitgeteilt.