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Geselligkeit, mehr Platz und eine neue Brücke

Wittlich. Wittlich (ca) Der Trierische Volksfreund blättert zurück und erinnert an Kurioses und Spektakuläres, das sich vor genau zehn Jahren in der Region ereignet hat. Glück und Spiel Nachdem Ende 2005 die Senioren-Begegnungsstätte im alten Bürgermeisterhaus in der Trierer Landstraße geschlossen wurde und sich Waltraud Junk, die das Angebot 15 Jahre betreute, verabschiedet hatte, gab es im November 2007 einen Neustart.


Die Institution blieb auf der "Schääl Saidt": Sie zog ins Haus der Vereine. Seit Oktober hatte die Caritas die Trägerschaft, und auch Waltraud Junk war wieder im Einsatz. Sehr zur Freude der zahlreichen Senioren, die die Einrichtung gerne nutzen - zum Spielen, Backen und Erzählen.
Das Motto ist nach zehn Jahren immer noch "Gemeinsam statt einsam", und Andrea Kien hat die Leitung der Caritas-Begegnungsstätte übernommen. Sie wird natürlich auch dabei sein, wenn am morgigen Dienstag, das zehnte Jubiläum von 14 bis 17 Uhr im Haus der Vereine in der Kasernenstraße 37 gefeiert wird. Zur besseren Planung wird um Anmeldung unter Telefon 06571/9155-0 gebeten.

Auf gute Nachbarschaft
Im 220 Hektar großen Industriepark Region Trier Föhren/Hetzerath, die Hälfte davon Netto-Ansiedlungsfläche, hält man seit einer Bestimmung aus dem Jahr 1992 rund 54 Hektar für Betriebe, die mindestens 20 Hektar Fläche benötigen, vor. Für 20,3 Hektar davon will man diesen raumordnerischen Entscheid aufheben, wozu betroffene Gebietskörperschaften befragt wurden. Der Stadtrat Wittlich votierte einstimmig für die Änderung. Das berichtete der TV im November 2007.
Der damalige Wittlicher Bürgermeister Ralf Bußmer meinte: "Wir vermarkten unsere Region gemeinsam. Das ist eine offene Kooperation und wir sind froh, wenn das hier kommt, weil wir damit Betriebe in der Region halten, deren Anfrage wir in Wittlich nicht bedienen können." Interessenten für über 20 Hektar seien selten, zudem stehe man in europaweiter Konkurrenz, auch was günstigeres Arbeits- oder Steuerrecht angehe. Bußmer sagte, die Zusammenarbeit mit der IRT sei intensiv und funktioniere sehr gut.
Christoph Holkenbrink, damals Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, und seit IRT-Gründung im Wechsel mit dem Landrat Trier-Saarburgs, Dr. Richard Groß, und dessen Nachfolger Günther Schartz als Verbandsvorstand engagiert, sagte: "Ohne diese Änderung wird im nächsten Jahr Stillstand sein, weil fast alle anderen Flächen verkauft oder mit Optionen belegt sind. Dann müssten wir vielen Unternehmen, die sich für uns interessieren, absagen."


Brücke bald kein Hindernis mehr
Gute Nachrichten von der Autobahn gab es ebenfalls im November 2007: Die Wildbrücke beim Kreuz Wittlich war fast fertig. Nach eineinhalb Jahren waren die Bauarbeiten an der Wildbrücke beim Wittlicher Autobahnkreuz beendet. Ab Anfang Dezember floss der Verkehr wieder ungestört. Zuvor wurden die Fahrzeuge, die auf den Innenspuren fuhren, noch einmal auf die Außenspuren umgelenkt. Vor der endgültigen Fertigstellung wurden noch die Überfahrten zurückgebaut und dann beide Spuren für den Verkehr freigegeben. Um die Brücke herum wurde noch jede Menge Erde bewegt, um die Durchgängigkeit herzustellen. Die ein Meter dicke Bodenschicht, die im Herbst 2007 aufgebracht wurde, diente als Vorbereitung für die Begrünung im Frühling 2008. Das rund zwei Millionen teure Bauwerk am Autobahnkreuz Wittlich ist eine gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahme für die B 50 neu.

Damals noch ohne Bewuchs: die Wildbrücke an der A1 im November 2007.Foto: TV-Archiv/Marion Maier
Damals noch ohne Bewuchs: die Wildbrücke an der A1 im November 2007.Foto: TV-Archiv/Marion Maier