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Burgenfest
Händler, Ritter und Spielleute locken wieder nach Manderscheid

Sie packen alle mit an für das Manderscheider Burgenfest (von links): Reimund Schmitz alias Graf Dietrich der III., Martin Holterhoff alias Ritter Martin von Manderscheid, Claudia Becker, Günter Krämer, Sigrun Neumann, Michael Moll, Ruth Salzburger, Harald Peinzke und Tobias Stadtfeld.
Sie packen alle mit an für das Manderscheider Burgenfest (von links): Reimund Schmitz alias Graf Dietrich der III., Martin Holterhoff alias Ritter Martin von Manderscheid, Claudia Becker, Günter Krämer, Sigrun Neumann, Michael Moll, Ruth Salzburger, Harald Peinzke und Tobias Stadtfeld. FOTO: Klaus Kimmling / klaus kimmling
Manderscheid. Zum 34. Mal kommen in diesem Jahr Händler, Ritter und Spielleute nach Manderscheid zum Burgenfest, das zum ersten Mal unter der Regie des Burgenvereins steht. Doch das ist nicht die einzige Premiere Ende August. Und ein tierischer Fernsehstar ist auch dabei. Von Petra Willems
Petra Willems

Wenn Ende August die Ritter rund um die Manderscheider Burgen kämpfen, haben die Mitglieder des im vergangenen Jahr gegründeten Burgenvereins ein Jahr Vorbereitung hinter sich, um zum ersten Mal unter eigener Regie das Großereignis zu stemmen. „Wir wurden aber unterstützt von den alten Protagonisten“, sagt Claudia Becker vom Verein.

Zurzeit sind die Organisatoren in den letzten Zügen, das Sicherheitskonzept ist am Donnerstag mit der Verbandsgemeindeverwaltung und der Polizei abschließend geklärt. „Ansonsten geht alles seinen Gang und ist unter Dach und Fach“, sagt Günter Krämer, Vereinsmitglied und Stadtbürgermeister. „Nur das Wetter muss jetzt noch passen“, ergänzt Michael Moll.

Rund um die Burgen wird es am 25. und 26. August viel Neues zu sehen, schmecken und hören geben: neue Verpflegungsstände, noch nie da gewesene Anbieter auf dem Handwerkermarkt, und das neu konzipierte Ritterspiel feiert Premiere auf der Turnierwiese. Die Show soll einen größeren Schwerpunkt auf das historische Schauspiel haben, ohne auf die spektakulären Pferdeeinsätze verzichten zu müssen.

„Es gibt, glaube ich, nichts Vergleichbares“, erzählt Harald Peinzke, Darsteller und Programmkoordinator. Und Martin Holterhoff, als Ritter Martin von Manderscheid in der Hauptrolle des Turniers, ergänzt: „Wir haben das Ritterturnier stärker integriert und wollen ein Bestandteil der Veranstaltung sein. Während wir keine Show haben, können die Zuschauer sich zum Beispiel das Heereslager aus der Nähe anschauen und sich mit den Darstellern unterhalten.“ das ein oder andere Erinnerungsfoto springe dabei bestimmt auch heraus. „Wir haben jetzt ein Jahr lang an dem neuen Stück gearbeitet in einem tollen Team, jetzt wollen wir es auch präsentieren“, sagt Holterhoff.

Vor allem Kinder könnten in diesem Jahr besonders ihren Spaß haben: Denn das aus dem Kinofilm „Bibi und Tina“ bekannte Pferd Sabrina wird mit dabei sein. „Und wir haben ein herzzerreißendes Pony mit dabei, das das ein oder andere Kunststück auf Lager hat“, sagt Holterhoff. „Wir  haben versucht, das Ganze mehr zu beleben.“

Zur neuen Handlung sagt Peinzke: „Wir wollten etwas machen, das Bezug zu Manderscheid, der Burg und der Region hat.“ Und, so sagt er: „Es werden allerdings nicht alle Fragen beantwortet.“ Denn „Das Erbe des Burggrafen“, so der Titel, sei als Dreiteiler angelegt, die Fortsetzung soll im kommenden Jahr gezeigt werden. Damit am letzten Augustwochenende alles gut über die Bühne läuft, sind an den beiden Festtagen rund 300 ehrenamtliche Helfer am Start: von den Mitgliedern des Burgenvereins über den Manderscheider Stadtrat bis zu den freiwilligen Feuerwehren aus Manderscheid und den Nachbarorten packen alle mit an, backen Waffeln, verkaufen Getränke oder regeln den Verkehr, der in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen nicht direkt an den Burgen vorbeifahren kann, denn die L 16 zwischen Pantenburg und Manderscheid wird voll gesperrt.

Aber: „Die Busse fahren von den Park-and-Ride-Parkplätzen von und zur Burg wie gewohnt, für die Besucher ändert sich also nichts in punkto Anfahrt und Rückfahrt“, sagt Tobias Stadtfeld vom Burgenverein. Und Besucher kommen in der Regel viele: „Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre rechnen wir, wenn das Wetter mitspielt, mit 13 000 bis 15 000 Gästen“, sagt Rainer Schmitz, Geschäftsführer des Gesundland Vulkaneifel.