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Ihre Meinung

Zur Diskussion über den Hochmoselübergang meint diese Leserin:

Wo sind die Vorteile? Es gibt nur Nachteile. Diese Trasse sorgt nicht für neue Arbeitsplätze, sondern zerstört die vorhandenen durch Beeinträchtigung des Tourismus vor allem in den betroffenen Ortsgemeinden. Man sollte sich vor Ort die Situation selbst ansehen und mit den Hoteliers sprechen. Um über die Runden zu kommen, beherbergen viele Hoteliers im Ort Zeltingen-Rachtig Bauarbeiter der Hochmoselbrücke, wegen fehlender Touristen. Nicht alle Gewerbegebiete sind über den Hochmoselübergang gut erreichbar. Für die Gewerbegebiete Bernkastel-Kues, Andel und Mülheim macht der Hochmoselübergang keinen Sinn, da er für diese einen großen Umweg bedeutet. Dem Flughafen Hahn ist selbst mit dem Hochmoselübergang nicht mehr zu helfen, da er mitten in einem dünn besiedelten Gebiet liegt. Wo sollen denn die Flugtouristen herkommen? Von der leeren A 60? Und zum Thema Fahrzeitverkürzung raten wir den beiden Schreibern dringend, den Routenplaner zu Rate zu ziehen, damit sie sehen, dass es keine Verkürzung von den Benelux-Ländern ins Rhein-Main-Gebiet gibt, da bereits andere kürzere Strecken vorhanden sind. Größenteils herrscht hier Ziel- und Quellverkehr (90 Prozent). Hierdurch bedingt, wird es kaum eine Entlastung der Moselgemeinden geben. Dass die Winninger mit ihrer Brücke froh sind, wagen wir zu bezweifeln, da dort der Tourismus seit Fertigstellung der Brücke stagniert. Es muss ein Zurück geben, da ein Baustopp immer noch billiger ist als ein Fertigbauen, vor dem Hintergrund, dass ein Standsicherheitsnachweis für die Hochmoselbrücke immer noch fehlt und die Kosten immer weiter steigen und ein Ende nicht in Sicht ist. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass mit jährlichen Instandhaltungskosten für die Hochmoselbrücke von 1,5 Prozenttder Herstellungskosten zu rechnen ist - siehe auch andere Großprojekten. Die Landesgartenschau kann auch ohne den Hochmoselübergang kommen. Ob es eine Aussichtsplattform mit Restaurant jemals auf der Hochmoselbrücke gibt, ist zu bezweifeln. Es gab solche Ambitionen auch bei der Winninger Brücke, diese wurden aber mangels Geld niemals erfüllt. Wachen Sie auf und kehren Sie zur Realität zurück. Martina Ehses, Zeltingen-Rachtig