| 14:38 Uhr

Verkehr
Keine freie Fahrt: A1 bei Wittlich wird weiter saniert

A1 Autobahn bei Salmtal: Über diese Seite der Autobahn in Fahrtrichtung Koblenz wird während der Bauarbeiten der gesamte Verkehr beider Fahrtrichtungen geführt werden.
A1 Autobahn bei Salmtal: Über diese Seite der Autobahn in Fahrtrichtung Koblenz wird während der Bauarbeiten der gesamte Verkehr beider Fahrtrichtungen geführt werden. FOTO: Christian Moeris
Wittlich. Viele Autofahrer freut es, dass die Großbaustelle auf der A1 gerade aufgelöst wurde. Doch die nächste Verkehrsbeeinträchtigung ist in Sicht Christian Moeris

Endlich wieder freie Fahrt: So mögen derzeit wohl viele Nutzer der Autobahn A 1 bei Wittlich denken, da die Baustelle zwischen dem Autobahnkreuz Wittlich und dem Stadtgebiet nach neun Monaten nun in den letzten Tagen aufgelöst wurde. Doch kaum kann man auf der Autobahn rund um Wittlich wieder aufs Gaspedal treten, da kündigt der Landesbetrieb Mobilität Montabaur die nächste Großbaustelle an, wofür nun auch bereits die Vorarbeiten beginnen.

Baustelle Die grundhafte Erneuerung der Fahrbahn zwischen dem Autobahnkreuz Wittlich und der Anschlussstelle Salmtal in Fahrtrichtung Saarbrücken/Trier steht an. Es geht um mehr als vier Kilometer Streckenlänge. Außerdem werden die Entwässerungskanäle für die Straßen-Oberflächenentwässerung erneuert.

Zeitplan Derzeit läuft noch der Wettbewerb für die Vergabe des Bauauftrags. Anfang Mai soll es losgehen, wobei vor Beginn der Bauarbeiten die rund sechs Kilometer lange Baustellenverkehrsführung eingerichtet werden soll, was auch einige Tage Zeit in Anspruch nehmen soll. Ende Oktober soll die Sanierung der A 1 auf dem Streckenabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Wittlich und der Anschlussstelle Salmtal abgeschlossen sein.

Verkehrsführung Die Baustellenverkehrsführung wird mit sechs Kilometern Länge deutlich länger als die Baustelle an sich. Die beiden Fahrspuren in Richtung Trier sollen komplett gesperrt werden. Der gesamte Verkehr für beide Fahrtrichtungen soll über die Gegenfahrbahn geführt werden - ähnlich der vorangegangenen Baustellenverkehrsführung.

Also läuft alles über die Richtungsfahrbahn Koblenz. Demnach können sich die Autofahrer wieder auf Staus und Wartezeiten einstellen, die es bei Stoßzeiten dort geben wird, dort wo sich die Fahrbahnen jeweils von zwei auf eine Spur verengen. In Fahrtrichtung Trier wird während der Bauzeit zudem die Abfahrt Salmtal gesperrt, da sie aufgrund der Baustelle nicht mehr erreichbar sein wird. Die Umleitung für die gesperrte Abfahrt erfolgt über die nächste Anschlussstelle Föhren und dann wieder zurück über die A 1 zur Anschlussstelle Salmtal in Fahrtrichtung Koblenz. Ein Umweg von zwölf Kilometern Streckenlänge. Die Zufahrt an der Anschlussstelle Salmtal auf die A1 in Richtung Trier soll hingegen während der Bauarbeiten möglich sein. Für die Baustellenverkehrsführung fallen weitere rund 800 000 Euro an Kosten an. Dem gegenüber bleibt die Zufahrt an der Anschlussstelle Salmtal in Richtung Trier weiterhin möglich.

Arbeiten Ulrich Neuroth,  Leiter des Landesbetriebs Mobilität Montabaur erläutert die Baumaßnahme: „Die alte Betonfahrbahn wird komplett aufgenommen und wiederverwertet. Die neue Fahrbahn wird in Betonbauweise hergestellt, mit dickerer Betonplatte als bisher.“  Damit werde den gestiegenen Anforderungen insbesondere durch die Belastung durch den Schwerverkehr Rechnung getragen. Denn Beton habe im Straßenbau gegenüber dem Asphalt einige Vorteile, erklärt Winfried Valerius, Leiter der Autobahnmeisterei Wittlich. „Beton ist gegen Spurrillen und Verformungen deutlich widerstandsfähiger als Asphalt. Auch wenn diese Bauweise meist etwas teurer ist.“ Doch im Gegensatz zum Asphalt , der es auf eine Haltbarkeit von maximal 15 Jahre bringe, halte eine Fahrbahndecke aus Beton etwa 30 Jahre und damit deutlich länger. Valerius: „In manchen Asphaltfahrbahnen hat man schon nach fünf Jahren Spuren drin.“ Die A1 in Fahrtrichtung Salmtal soll mit einer 26 Zentimeter dicken Betonschicht ausgestattet werden. Neuroth: „Als Baukosten sind derzeit rund sieben Millionen Euro geschätzt.“

Vorarbeiten Vor dem Beginn der eigentlichen Baustelle seien noch Reparaturarbeiten vorwiegend im Bereich der späteren Baustellenverkehrsführung auf der Richtungsfahrbahn Koblenz notwendig, erklärt Neuroth.  Schäden an der alten Fahrbahn, die während der Bauzeit den gesamten Verkehr übernehmen soll, müssen geflickt werden. In diesem Zuge sollen auch noch Schadstellen außerhalb der späteren Baustellenbereiche behoben werden. Deshalb müssen sich Autofahrer bereits ab Anfang März auf Tagesbaustellen auf der A1 und damit einhergehende Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen.  Neuroth: „Die geschätzten Kosten hierfür belaufen sich auf rund 250 000 Euro.“

Damit verbaut der LBM auf diesem Streckenabschnitt insgesamt mehr als acht Millionen Euro. Die aktuellen Vermessungsarbeiten, die derzeit zwischen der Anschlussstelle Salmtal sowie dem Autobahnkreuz Wittlich in Fahrtrichtung Koblenz laufen, sind nach Auskunft des LBM Vorbereitungen für künftige Sanierungsmaßnahmen, die 2019 auf dieser Fahrbahn der A 1 beginnen sollen.