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Klage gegen Stilllegung der Klärschlamm-Trocknungsanlage

Die Plattener Biogasanlage von oben gesehen: Im vergangenen Jahr war dort Abwasser ausgetreten. TV-Foto: Archiv/Klaus Kimmling
Die Plattener Biogasanlage von oben gesehen: Im vergangenen Jahr war dort Abwasser ausgetreten. TV-Foto: Archiv/Klaus Kimmling
Platten. Die einstigen Betreiber der Klärschlammtrocknungsanlage in Platten klagen gegen die Stilllegung der Anlage. Sie wehren sich juristisch dagegen, dass ihr Widerspruch gegen die Rücknahme der Genehmigung zurückgewiesen wurde. Dies teilte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord auf TV-Anfrage mit.

Ortsbürgermeister Alfons Kuhnen sieht die Klage gelassen. Er räumt ihr genauso wie dem Widerspruch wenig Chancen ein. Kuhnen kündigt an, auf die Entfernung der Bauruine hinzuwirken, wenn das gerichtliche Verfahren abgeschlossen ist. Hintergrund: Die SGD Nord hatte der Betreiberfirma, der Westpfälzischen Ver- und Entsorgung GmbH (WVE), im September 2010 die Genehmigung für die Klärschlammtrocknungsanlage entzogen, nachdem sie mehr als ein Jahr lang immer wieder unangenehme Gerüche verursacht hatte. Ursache dafür ist ein Kaltwassersee in 80 Metern Höhe, der sich regelmäßig über Platten bildet und verhindert, dass die Abluft dort abzieht. Die Firma WVE schaffte es nicht, die Geruchsprobleme in den Griff zu bekommen. Die Firma wollte zuletzt einen 61 Meter hohen Kamin bauen. Dies genehmigte jedoch die Behörde nicht. Gleichzeitig zog sie die Genehmigung zurück.