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Verein
Kleiner Ort mit vielen Helfern

Kim-Marie Göres, Peter Zenner, Karin Jobst, Frank Thörning und Nico Göres (von links) vom Roten Kreuz in Dierscheid zeigen, was sie können.  Beim Fest vom 4. bis 6. August, sind sie natürlich auch im Einsatz.
Kim-Marie Göres, Peter Zenner, Karin Jobst, Frank Thörning und Nico Göres (von links) vom Roten Kreuz in Dierscheid zeigen, was sie können. Beim Fest vom 4. bis 6. August, sind sie natürlich auch im Einsatz. FOTO: Christina Bents
Dierscheid. Der Ortsverein Dierscheid des Roten Kreuzes wird 50 Jahre. Für das kleine Dorf ist er sehr wichtig, denn DRK und Feuerwehr sind die einzigen Vereine. Für das Jubiläum haben sich die Mitglieder einiges ausgedacht.

Wenn man sie braucht, sind sie da, die Helfer des Roten Kreuzes (DRK) in Dierscheid. Darauf können sich die Dierscheider verlassen – und auch die Rot-Kreuz-Kollegen im Kreis. Im 180 Einwohner zählenden Dorf sind rund 80 Menschen beim DRK aktiv, inaktiv oder fördernd dabei. Sie richten gemeinsam mit der Feuerwehr die Kirmes aus und die Jugendrotkreuzler, die in diesem Jahr 45 Jahre alt werden, verkaufen an St. Martin Lose. Auch der St. Martin selbst kommt aus den Reihen des Roten Kreuzes und wenn der Ausflug des Vereins stattfindet, ist der Bus schnell voll. Peter Zenner, Vorsitzender des Roten Kreuzes und ehemaliger Ortsbürgermeister sagt: „Es würde natürlich ein Verein fehlen, wenn es das Rote Kreuz nicht gäbe, und damit auch ein Stück Dorfleben.“

Neben den Aktivitäten im Ort leisten die Dierscheider Rotkreuzler 1700 Einsatzstunden, beispielsweise sind sie bei der Wittlicher Säubrennerkirmes im Einsatz, beim Bernkasteler Weinfest, dem Burgenfest in Manderscheid und beim Firmenlauf in Wittlich.

Bereitschaftsleiterin Karin Jobst erklärt: „Wieviel bei den einzelnen Festen zu tun ist, kann man im Vorfeld immer nur schwer abschätzen. Der diesjährige Firmenlauf war für uns ein sehr ruhiger Einsatz, denn das Wetter war sehr gut, also nicht zu heiß.“ Sanitätswachdienste haben sie in diesem Jahr besonders in Hetzerath, bei Veranstaltungen des Karnevalsvereins, bei Hetzerath spielt, der zweitägigen Jubiläumsveranstaltung. Auch am SWR Wandertag werden sie wieder im Einsatz sein.

Ein wichtiger Punkt der Arbeit der Dierscheider Rot-Kreuzler sind die Blutspende-Aktionen, die im Bürgerhaus in Hetzerath stattfinden. Frank Thörnich, Bereitschaftsleiter sagt: „Hier sind viermal im Jahr zwischen 25 bis 30 Helfer im Einsatz, denn es kommen rund 150 Spender. Und wir sind sehr froh, dass die Zahl seit vielen Jahre konstant ist.“ Hier helfen auch die Jugendlichen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, mit. Aktuell sind acht im Ortsverband, und sie sind mit viel Engagement dabei. Nico Göres, 16 Jahre erklärt: „Wir wollen Menschen kompetent helfen.“ Um das umsetzen zu können, haben sie einmal pro Monat Übung. Sie lernen Erste Hilfe, Verbände anlegen oder wie man mit einem Defibrillator umgeht. Ein Jugendlicher hat seine Kenntnisse aus der Ausbildung bereits in der Praxis ausprobieren müssen. Bei einem Ausflug ist jemand in Ohnmacht gefallen, er wurde fachgerecht in die stabile Seitenlage gebracht bis der Krankenwagen kam.

Zu Wettkämpfen fahren die Dierscheider DRKler auch, aber sie sind in den einzelnen Altersklassen nicht stark genug besetzt, um mit eigenen Gruppen teilnehmen zu können. Auf dem Laufenden bleiben ist auch für die Erwachsenen Rotkreuzler sehr wichtig, deshalb haben sie alle 14 Tage gemeinsam mit dem Ortsverband Wittlich Abende, bei denen sie ihre Kenntnisse verfestigen und sich weiterbilden. Frank Thörnich: „Man muss am Puls der Zeit bleiben, wenn ein Notfall ist, muss man sich auskennen, es ändert sich ja auch immer wieder etwas.“ In Dierscheid fanden bereits zwei Großübungen der Rot-Kreuzler im Kreis statt, bei denen nahe der Schutzhütte ein kompletter Behandlungsplatz aufgebaut worden ist.

Karin Jobst: „Unsere Schutzhütte und das Bürgerhaus bieten sich für Schulungen und Übungen sehr gut an, und die Kollegen kommen auch gerne hierher.“ Ein Teil der Vereinsmitglieder ist auch als First Responder ausgebildet und Dierscheid ein Stützpunkt, zu dem die First Responder Heidweiler, Erlenbach und Hetzerath gehören.

Zwei Höhepunkte des Festes, das vom 4. bis 6. August gefeiert wird, sind ein besonderes Unfallszenario und der Besuch einer Therapiehundestaffel.