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Aus Hupperath in paraguayische Tageszeitungen
Mit Eifeler Schnee zum Star in Südamerika (Video)

 Tamara Köchers Video über den Eifeler Schnee ist in Paraguay bekannt geworden.
Tamara Köchers Video über den Eifeler Schnee ist in Paraguay bekannt geworden. FOTO: TV / Screenshot/Petra Willems
Hupperath. Tamara Köcher hat nach dem Abitur 15 Monate in Paraguay verbracht. Jetzt hat sie, wieder zurück in Hupperath, ihren südamerikanischen Freunden ein Video geschickt  – und hat es damit zu großer Bekanntheit gebracht. Von Petra Willems
Petra Willems

Eigentlich wollte Tamara Köcher nur ein Versprechen einlösen und ihren Freunden in Paraguay ein Video aus dem Schnee in ihrer Eifel-Heimat senden. In dem südamerikanischen Land hat die 20-Jährige nach dem Abitur 15 Monate verbracht, hat als FSJlerin mit der Pfadfinderorganisatoin „Westwärts“ Kinder an verschiedenen Musikinstrumenten unterrichtet.

Seit Ende 2018 ist sie zurück und hatte jetzt dank des Wintereinbruchs die Gelegenheit, den versprochenen Schneefilm zu liefern. „Das war eine lustige Sache, ein Gag für meine Freunde“, sagt Tamara Köcher. Doch mit dem kleinen Video ist Tamara Köcher, die Mitglied der schauspielernden Kö-Family ist, in Paraguay so etwas wie eine kleine Berühmtheit geworden. „Eine Freundin von mir hat es an eine Zeitung weitergegeben“, erzählt sie lachend. Und von dort hat es seinen Weg durchs Land gemacht.

Mehrere Zeitungen berichteten über die junge Frau und das Video. „An einem Abend hat mein Handy nicht mehr aufgehört zu vibrieren, so viele Nachrichten kamen“, sagt sie. „Ich wusste nicht, dass es solche Ausmaße annimmt.“ Auch viele flüchtige Bekannte, mit denen sie in Paraguay Nummern ausgetauscht hat, hätten sich an sie erinnert und ihr geschrieben. In Sozialen Netzwerken hat das Video ebenfalls seine Runden gedreht.

„Allein in Paraguay ist es mehr als 700 Mal geteilt worden“, erzählt Köcher. „Gefühlt hat also ganz Paraguay es gesehen“, sagt sie lachend. Die Kommentare auf das Video, in dem Tamara Köcher auf Spanisch humorvoll erklärt, warum man für das paraguyanische Nationalgetränk Tereré (siehe Info) in Deutschland eine Katze braucht, seien überwiegend positiv gewesen, wenn auch einige wenige darunter gewesen seien.

Auch wenn sich Tamara Köcher in ihrer Zeit in Paraguay immer gedacht hat, „dass ich mich auf die Kälte freue, will ich jetzt am liebsten wieder zurück“.

Neben der Vorliebe für den Genuss von Tereré aus einer landestypischen Guampa hat die Musikerin auch eine Harfe aus Paraguay mitgebracht, auf der sie auch in Deutschland gerne, oft und auch vor Publikum spielt, zum Beispiel bei den Auftritten mit der Kö-Family in Himmerod Anfang März. „Bei dem Stück werden die Zuschauer für zwei Familienmitglieder sehr viel Empathie entwickeln“, verspricht sie. Und Versprechen hält sie ja bekanntlich.

Im Kloster Himmerod ist die Hupperather Kö-Family mit ihrem Theaterprojekt „(K)einer will (st)erben. Opa Grummes letzter Tag!“ am Freitag und Samstag, 8. und 9. März, jeweils 19.30 Uhr zu sehen. Weitere Infos und Tickets gibt es im Internet unter www.koefamily.de