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Neubau für die Burgenstadt

An dieser Stelle entsteht das neue Bettenhaus der Manderscheider Eifelklinik. In dem Gebäude ist Platz für 82 Patienten. TV-Foto. Klaus Kimmling
An dieser Stelle entsteht das neue Bettenhaus der Manderscheider Eifelklinik. In dem Gebäude ist Platz für 82 Patienten. TV-Foto. Klaus Kimmling FOTO: Klaus Kimmling (m_wil )
Manderscheid. Knapp 19 Millionen Euro werden in der Eifelklinik in Manderscheid investiert: Dort entstehen unter anderem ein neues Therapiezentrum und ein zusätzliches Bettenhaus — während der Klinikbetrieb weiterläuft. Petra Willems

Manderscheid Rund um die Manderscheider Eifelklinik herrscht eine fast schon himmlische Ruhe. Das war in den vergangenen Monaten allerdings nicht immer so, denn auf dem Klinikgelände wird gebaut: Für 18,6 Millionen Euro baut der Träger, die Deutsche Rentenversicherung Rheinland, ein neues Therapiezentrum und ein neues Bettenhaus. Im Juni sind die Arbeiten gestartet (der TV berichtete). Bis 2021 soll alles fertig sein.
"Die Patienten reagieren mit viel Verständnis auf die Arbeiten", sagt Lothar Stein, der seit Oktober neuer Verwaltungsdirektor des Hauses ist. Mit dem Fortschritt der Arbeiten ist er zufrieden. Im Foyer der Klinik können sich Patienten und Besucher von eben diesem überzeugen: Auf einem Monitor zeigt ein Film, den Mitarbeiter Reinhard Schleidweiler unter anderem mit einer Drohne gefilmt hat, was bisher gemacht wurde.
Um den Neubau des Therapiezentrums umzusetzen, das bis Ende 2018 fertig sein soll, mussten zum Beispiel Teile eines bestehenden Gebäudes abgerissen werden. Stein: "Wir haben eineinhalb Etagen eines Gebäudes zurückgebaut, dort werden jetzt wieder zwei neue Etagen draufgesetzt", sagt Stein. Grund für den Abriss war die Deckenhöhe in dem ehemaligen Küchentrakt: Die alten Räume waren zu hoch. Das hätte einen Anschluss an die umliegenden Gebäude nicht möglich gemacht. "In dem neuen Gebäude können wir die Therapie stärker konzentrieren", erklärt Verwaltungsdirektor Stein. "Das hat organisatorische Vorteile. Auch die Büros der Mitarbeiter werden dort untergebracht, und es entsteht eine bessere Wegeführung."
Auf der anderen Seite des Gebäudes, Richtung Tal, soll ein neues Bettenhaus für 82 Patienten entstehen. Das Untergeschoss hat laut Sigrun Neumann, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Eifelklinik zuständig ist, eine Fläche von rund 620 Quadratmetern, dazu kommen vier Geschosse mit jeweils 680 Quadratmetern, insgesamt also rund 3340 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Derzeit laufen dort die Arbeiten an den Fundamenten, 2019 soll der Neubau bezugsfertig sein. Bevor mit den Arbeiten begonnen werden konnte, musste eine Baustraße angelegt und asphaltiert werden. Wenn das neue Gebäude, zu dem auch neue, zusätzliche Parkplätze gehören, steht, beginnen im Altbau Renovierungsarbeiten in den bestehenden Zimmern. "In dieser Bauphase fallen rund 20 Betten weg", sagt Personalleiterin Elke Olf, die auch Stellvertreterin von Lothar Stein ist.
Anschließend stehen dann aber statt der bisher 205 Betten Plätze für 215 Patienten zur Verfügung, die während des Klinikaufenthalts in Einzelzimmern leben. Und der Platz wird auch benötigt, denn: "Wir sind immer voll belegt", sagt Lothar Stein. Die Wartezeit für einen Platz in der Klinik, in der psychosomatische Erkrankungen behandelt werden, betrage etwa zwei bis drei Monate. "Akute Fälle werden allerdings sofort aufgenommen." Die Investitionen des Klinikträgers zeugen für den Direktor auch von Vertrauen in den Standort: "Der Träger bekennt sich damit zu dem Standort Manderscheid. Die Mitarbeiter haben sichere Arbeitsplätze hier bei uns."Extra: DIE EIFELKLINIK IN MANDERSCHEID


Die Eifelklinik ist von 1960 bis 1963 erbaut worden, Eröffnung war am 28. Oktober 1963. Seitdem wurde das Haus fortlaufend renoviert und vergrößert. Die Klinik ist eine von sechs Kliniken des Trägers Deutsche Rentenversicherung Rheinland. Die Patienten kommen, so Verwaltungsdirektor Lothar Stein, vorwiegend aus Nordrhein-Westfalen, verstärkt aber auch aus Rheinland-Pfalz. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten liegt bei 35 Tagen. Derzeit arbeiten 145 Menschen in dem Manderscheider Haus, darunter zwei Oberärzte, acht Assistenzärzte, 27 Pflegekräfte, drei Sozialarbeiter, 14 Psychologen, vier Spezialtherapeuten (Musik-, Kunst-, Konzentrative Bewegungs- und Ergotherapie), acht Physiotherapeuten und Mitarbeiter der physikalischen Therapie sowie zwei Ernährungsberaterinnen.