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Infrastruktur
Pächter gesucht

Mit frischen Farben und modernem Ambiente ist das Café im Kurhaus von Besuchern und Einheimischen gerne besucht worden. Jetzt sucht die Stadt einen neuen Pächter.
Mit frischen Farben und modernem Ambiente ist das Café im Kurhaus von Besuchern und Einheimischen gerne besucht worden. Jetzt sucht die Stadt einen neuen Pächter. FOTO: Christina Bents
Manderscheid. Im Manderscheider Kurhaus gab es bis März eine Pächterin für das Café. Doch damit ist jetzt Schluss. Die Nachfolge ist noch nicht geregelt. In der jüngsten Sitzung hat der Stadtrat diskutiert.

Stadtbürgermeister Günter Krämer bedauert es sehr, dass das Café im Manderscheider Kurhaus aktuell keinen Pächter hat. „Es war für Touristen und Einheimische ein schöner Treffpunkt. Es gab Frühstück, Kaffee und Kuchen sowie eine kleine Mittagskarte. Das hat das Kurhaus sehr belebt.“

Pächterin Steffi Meeth hat das Café viele Jahre lang betrieben und auch Feiern dort ausgerichtet, sich aber nun beruflich neu orientiert.  Eine Nachfolgerin ist noch nicht gefunden.

Momentan findet man im Kurhaus eine Leseecke sowie einen Bereich mit Prospekten und Informationsmaterial zu Manderscheid und der Umgebung. Die Touristinformation ist mit zwei Mitarbeitern besetzt, die momentan auch Kaffee und Tee zubereiten. In der Ecke des Foyers, wo sonst das Café war, stehen noch die Stühle und Tische, der Bereich hinter der Theke ist mit dunklen Tüchern verhangen.

Wenn es nach dem Stadtrat geht, soll das kein Dauerzustand sein. In der vergangenen Sitzung stimmten die Räte darüber ab, ob die Stadt  intensiver nach einem Pächter suchen soll. Bisher wurde  eine Anzeige im Informationsblatt der Verbandsgemeinde Wittlich-Land geschaltet.

„Daraufhin gab es keine Resonanz, nicht ein Anruf“, berichtet Günter Krämer seinen Ratskollegen. Aber aufgeben wollen die Manderscheider nicht. Zehn Ratsmitglieder haben für eine intensivere Suche in verschiedenen Medien gestimmt, bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme.

Diskutiert hat der Rat bei diesem Thema, wie die Stadt in Zukunft mit Familienfeiern im Kurhaus umgehen will. Bisher war das möglich, und man konnte sich aussuchen, ob man bei der Pächterin des Cafés oder einem externen Caterer die Verpflegung bucht. Bei einem externen Caterer mussten die Mieter jedoch einen Abstandsbetrag an die Pächterin zahlen. Einige Ratsmitglieder waren der Auffassung, dass sich die Stadt durch vermehrte Feiern im Saal finanziell sogar besser stellen könnte als durch die Mieteinnahmen des Cafés. Doch die Meinungen gingen bei diesem Punkt auseinander. Die meisten Ratsmitglieder fanden die aktuelle Regelung, bei der private Feiern im Kursaal des Kurhauses möglich sind und durch den stetigen Cafébetrieb eine Belebung da ist, sinnvoller.

„Heizen müssen wir sowieso und vor einigen Jahren haben wir extra noch eine Küche einbauen lassen, die den heutigen Standards entspricht, da kann der Bereich auch genutzt werden“, sagt Krämer.

Den Kursaal können alle Manderscheider Vereine einmal pro Jahr kostenlos nutzen. Zusätzlich treffen sich Skatspieler dort regelmäßig, der Musikverein Manderscheid probt im Kursaal, eine Tanzschule gibt Unterricht, und der Stadtrat tagt im Sommer im Haus.

„Wenn wir einen Pächter finden würden, der das Café ähnlich betreiben würde wie die Vorgängerin, wäre das für die Atmosphäre im Kurhaus sehr gut, denn da gehört Leben rein.“ Über den Mietpreis möchte der Stadtbürgermeister nur soviel sagen: „Es sind keine hohen Kosten, die auf einen Pächter zukämen.“