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Party unter freiem Himmel - entspannt und ohne viele Regeln

Auf und vor der Bühne geht es ab: 1000 Besucher zählten die Organisatoren am vergangenen Wochenende beim Riez Open-Air-Festival am Rande des Bausendorfer Ortsteils Olkenbach. TV-Foto: Holger Teusch
Auf und vor der Bühne geht es ab: 1000 Besucher zählten die Organisatoren am vergangenen Wochenende beim Riez Open-Air-Festival am Rande des Bausendorfer Ortsteils Olkenbach. TV-Foto: Holger Teusch
Bausendorf. Camping, Musik und Feiern - für rund 1000 Punkrock-Fans war Bausendorf am Wochenende der Nabel der Welt. Sogar Bands aus den USA spielten beim Open-Air-Festival im Alftal.

Bausendorf. Christian Blau, Michael Weber (beide 18) und Rene Hillig (34) sitzen auf Klappstühlen um ein Lagerfeuer. Hinter den drei jungen Männern aus Schöndorf, Holzerath und Baltringen breitet sich in der Dunkelheit das große Zeltlager des Riez Open-Air-Festivals aus. Hier und da lodern weitere Feuer. Aus der entgegengesetzten Richtung hört man von der Bühne den Soundcheck der nächsten Band.

Viele treue Festival-Fans



"Wir kommen schon seit drei Jahren hierher", erzählt Blau. "Gemütlich", nennt er die Atmosphäre. "Einfach schönes Festival-Ambiente", ergänzt Weber. Alles laufe entspannter ab, als bei den riesigen Open-Air-Festivals wie beispielsweise am Nürburgring. Die Regeln seien nicht so streng. "Hier kann man Feuer machen, hier kann man mit dem Auto hinfahren", sagt Blau.
Ohne Sicherheitsdienst kommt aber auch das Riez Open Air im beschaulichen Alftal am Rande des Bausendorfer Ortsteils Olkenbach nicht aus. Am Eingang zum eigentlichen Festivalgelände kontrollieren Männer und Frauen in schwarzer Uniform und mit Knopf im Ohr. Mit einem 20 000-Euro-Etat organisiert das Riez-Team das Festival mit 22 Band aus ganz Europa und den USA, erzählt Ron Simon. "Wir haben eine tolle Resonanz von der Fachpresse", sagt der Medienbeauftragte des Organisationsteams sichtlich stolz. Die Pause ist vorbei. Bouncing Souls, eine Punkrock-Band aus New Jersey, begeistert bis kurz vor Mitternacht das Publikum. Anschließend spielt noch Destination anywhere.
Bis in die frühen Morgenstunden wird dann bei der Aftershow-Party weiter gefeiert. Am Samstagmorgen sei er um sieben Uhr im Bett gewesen, erzählt Ron Simon. Auch für die rund 50 Helfer sind die Festivaltage lang.
Nach dem Ende des Festivals kontrollierte die Polizeiinspektion Wittlich zahlreiche Besucher auf Drogen und Alkohol am Steuer. Für drei Fahrer war damit die Reise erst einmal beendet. Ihnen wurden Blutproben entnommen, und sie mussten je eine Sicherheitsleistung von 900 Euro zahlen. Dann wurden die Kontrollierten nach Hause entlassen. Die Betroffenen müssen sich wegen Drogen und Alkohol am Steuer verantworten. teu