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Piraten-Partei: Direktkandidat ja, Verbände (vorerst) nein

 Markus Weber. Foto: Privat
Markus Weber. Foto: Privat
Zell. Piraten wählen in Zell Markus Weber zum Bundestagsbewerber. Über die Gründung eines Kreis- oder Regionalverbandes herrscht noch Uneinigkeit. Es gebe dafür zu wenige Mitglieder, so der frisch gewählte Weber.

Zell. Mit Markus Weber (47) aus Altlay haben die Piraten einen Direktkandidaten für den Wahlkreis 201 (Mosel/Rhein-Hunsrück) aufgestellt.
"Transparent, aufrichtig und offen, so soll Politik sein, und so möchte ich auch Politik machen", meinte Markus Weber bei dem Treffen in Zell, zu dem rund 20 Piraten gekommen waren. Er wolle mit seiner Kandidatur die Piratenpartei den Menschen vor Ort näher bringen. Politische Schwerpunkte für ihn seien dabei ein gerechtes Einkommen für alle, aber auch eine offene Politik, die den Bürgerwillen respektiere, sagte Markus Weber. Bei seiner Wahl zum Direktkandidaten wurde die Zerrissenheit der Piraten in der Region, die in den vergangenen Monaten vor allem durch interne Querelen von sich reden machten, deutlich. Von den zehn stimmberechtigten Anwesenden stimmten immerhin vier gegen Markus Weber, der sich als Einziger zur Abstimmung stellte.
Bundestagswahl 2013


Uneinigkeit herrschte bei den Piraten, denen in den drei Kreisen Cochem-Zell, Rhein-Hunsrück und Bernkastel-Wittlich immerhin fast 70 Mitglieder angehören, über die Gründung eines Kreis- oder Regionalverbandes. Markus Weber sah die Zeit dafür noch nicht reif: "Wir müssen jetzt zunächst politisch arbeiten, für einen Verband gibt es zu wenig aktive Mitglieder". Und Klaus Brand, stellvertretender Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz, verwies auf das Beispiel Kaiserslautern, wo es auch keinen Verband gibt, aber dennoch Politik gemacht wird. dju