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Jubiläum
Mit Vorlauf und vielen Ideen geht Klausen-Pohlbach ins Dorfjubiläum

Ein Teil der Arbeitsgruppe Festschrift, die momentan Themen und Inhalte festlegt. Einiges an Material ist schon zusammengetragen worden.
Ein Teil der Arbeitsgruppe Festschrift, die momentan Themen und Inhalte festlegt. Einiges an Material ist schon zusammengetragen worden. FOTO: Christina Bents
Klausen-Pohlbach. Der Klausener Ortsteil Pohlbach feiert in zwei Jahren sein 800-jähriges Bestehen. Fünf Arbeitsgruppen bereiten das Fest vor.

Eigentlich gibt es Klausen gar nicht. Zumindest nicht, was die Gemarkung angeht. Entweder man hat ein Grundstück in Krames oder in Pohlbach, denn bis zur Kommunalreform 1969 gab es nur die Orte Krames und Pohlbach, sowie die Wallfahrtskirche mit Klosteranlage Eberhardsklausen. Da man sich beim Zusammenschluss auf einen Ortsnamen einigen musste, nannte man den Ort Klausen, nach der Pilgerstätte. Die beiden Ortsteile, die damals zusammengekommen sind, haben beide eine lange und spannende Geschichte. Die von Krames ist bereits im Jahr 2004 bei der 900-Jahrfeier aufgearbeitet worden. In zwei Jahren ist es nun für Pohlbach soweit. Urkundlich erwähnt wurde Pohlbach, im Jahr 1220 in einem Güterverzeichnis der Trierer Erzbischhöfe. Dabei ist von Pohlbach mit zwei Hofstätten die Rede. Pohlbach hat es in seiner Geschichte eher Richtung Altrich und Neuerburg bei Wittlich gezogen, während Krames eher Richtung Piesport orientiert war. In seiner weiteren Entwicklung hat sich Pohlbach baulich Richtung der Wallfahrtskirche entwickelt, die auf Krameser Gelände steht. Wilhelm Follmann, Heimatforscher und bei der Arbeitsgruppe Chronik mit dabei, berichtet: „Die Krameser Grenze läuft zwischen einem Gebäude, das ungefähr beim Hotel Klausenhof war, und einer Scheune entlang, an der Kirchentreppe vorbei.“

Doch die Ortsgrenzen an sich sollen bei der Jubiläumsfeier nicht im Mittelpunkt stehen. Schwerpunkte, die in Arbeitsgruppen zusammengetragen werden, sollen sein: Die Hauskataster, dabei werden alte Hausnamen erfasst. Zudem sollen Straßenzüge fotografiert werden, wie sie vor einigen Jahrzehnten in den „Bilderbögen Klausen“, erschienen sind, abgebildet waren. Die Arbeitsgemeinschaft Festschrift hat bereits Material in Archiven gesammelt. Man ist sich dort einig, dass keine geschichtlich durchlaufende Chronik erstellt werden soll, sondern Schwerpunkte auf bestimmte Themen, wie beispielsweise die Schul- oder Gaststättengeschichte des Ortes, gelegt werden. Daneben sollen auch Personen, die den Ort geprägt haben, ein Platz eingeräumt werden. Sagen, Anekdoten, Flurnamen und Gedichte runden das Werk ab. Alois Meyer, Ortsbürgermeister, sagt: „Es soll eine handliche Schrift werden, die von den Leuten auch gelesen wird, und wo sie Wissenswertes, Interessantes und Unterhalt­sames über ihr Dorf finden, aber natürlich auch historische Fakten.“

Eine weitere Arbeitsgruppe wird sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern, es sollen Sponsoren gesucht werden, und eine Arbeitsgruppe kümmert sich um die Feststraße. Der Termin für das Fest ist das Wochenende vom 10. bis 13. Juli 2020. Daneben soll es weitere Veranstaltungen geben. Marco Brösch, Ausschussmitglied sagt: „Wir können uns vorstellen, dass es beispielsweise einen Mundartabend im Rahmen des Jubiläums gibt, aber Definitives können wir noch nicht sagen, dazu ist es einfach noch zu früh.“

Erfreulich ist die bisherige Resonanz aus der Bevölkerung. Bei einem ersten Treffen waren 30 Personen anwesend, von denen sich gleich 13 bereit erklärt haben, im Festausschuss mitzuarbeiten. Einen Festausschussvorsitzenden gibt es nicht, sondern eine Lenkungsgruppe für das Gesamtprojekt, indem aus jeder Arbeitsgruppe eine Person vertreten ist.

Jeder, egal aus welchem Ortsteil, ist herzlich willkommen sich zu engagieren.

·Wer noch alte Fotos hat, die für das Jubiläum interessant sein könnten, kann diese ins Gemeindebüro bringen, dort werden sie direkt gescannt und können wieder mit nach Hause genommen werden