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Auszeichnung
Viel Lob und Anerkennung für Lebensretter

So sehen Retter aus: Diese Beamten wurden für ihren selbstlosen Einsatz ausgezeichnet.
So sehen Retter aus: Diese Beamten wurden für ihren selbstlosen Einsatz ausgezeichnet. FOTO: Jan Söfjer
Trier/Bernkastel-Wittlich. Polizeipräsident Rudolf Berg hat Beamte geehrt, die Menschen gerettet und sich dabei zum Teil selbst in große Gefahr gebracht haben.

„Es ist wichtig, ihre Leistungen in herausgehobener Weise anzuerkennen und nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen, als wäre das alles selbstverständlich“, begrüßte Polizeipräsident Rudolf Berg seine Mitarbeiter aus dem gesamten Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Trier. 22 Polizisten sowie ihre Vorgesetzten und Personalratsvertreter waren zur Feierstunde im Polizeipräsidium erschienen. Der Behördenleiter lobte die Beamten für ihr verantwortungsbewusstes und mutiges Handeln und sprach ihnen seine Anerkennung aus. Folgende Polizisten wurden geehrt:

Polizeikommissarin Milena Moser (PI Morbach), Polizeikommissarin Theresa Linnig und Polizeikommissar Martin Hausberger (PI Schweich) waren am 23. Februar im Rahmen von Ermittlungen mit einem Streifenwagen auf der A 1 bei Mehring unterwegs, als sie wegen unsicherer Fahrweise auf ein Auto aufmerksam wurden. Mehrere Versuche ihn anzuhalten, scheiterten. Mehrmals verursachte der Fahrer Beinahe-Unfälle. Der offenbar ältere Mann reagiert nicht, so dass die Beamten von einem medizinischen Notfall ausgingen. Schließlich gelang es ihnen, den Funkstreifenwagen vor das Fahrzeug zu setzen und dieses auf der Fellerbachtalbrücke bis zum Stillstand auszubremsen. Der 76-jährige Fahrer hatte allem Anschein einen medizinischen Notfall erlitten. Sie kümmerten sich um ihn und übergaben ihn dem Rettungsdienst. Offenbar hatte er auf seiner Fahrt bereits mehrere Verkehrsunfälle verursacht.

Polizeihauptkommissar Christian Kappes (PI Bernkastel-Kues) war am 16. Mai in einem Einsatz an der Mühlheimer Brücke, von wo ein junger Mann herunterspringen und sich das Leben nehmen wollte. Der völlig aufgelöste und nervöse 25-Jährige drohte damit, aus einer Höhe von 15 Metern auf den Fahrradweg zu springen und ließ niemanden an sich heran. Weder die Ansprachen der Polizei oder der Feuerwehr, noch des besonders im Umgang mit selbstmordgefährdeten Menschen geschulten Notarztes fanden Zugang zu dem verzweifelten Mann. Nur Kappes drang durch sein intensives, beständiges und ruhiges Zureden zu ihm durch und hielt ihn von einem Sprung ab. Fast eine Stunde lang redete der Beamte beruhigend auf den 25-Jährigen ein, bis er ihn schließlich mit Hilfe von Kollegen und Feuerwehrmännern vom Brückengeländer ziehen konnte.

Polizeioberkommissar Frank Neukirch (PI Wittlich), Polizeioberkommissar Michael Reinhard (PI Bernkastel-Kues), Polizeioberkommissar Uwe Minnebeck (PI Bernkastel-Kues) und Polizeikommissarin Larissa Winter (PI Wittlich) waren am 8. August gegen 4.45 Uhr bei einem Einsatz in Kröv. Dort wollte sich ein Mann mit Hilfe einer Seilwinde an seinem Geländewagen das Leben nehmen. Unter größter körperlicher Anstrengung gelang es ihnen, die Spannung des Stahlseils zu lockern und das Seil vom Hals des Mannes zu lösen, so dass er wieder atmen konnte. Die sich anschließende Erste Hilfe und die Überführung zum zeitgleich alarmierten Rettungsdienst sowie die Einweisung in ein Krankenhaus retteten das Leben des Mannes.

Polizeihauptkommissar Sascha Waldorf (PI Wittlich) war am 2. November mit einem Kollegen zur Aufnahme eines Verkehrsunfalles auf der B 50 eingesetzt. Im Bereich des Industriegebietes von Platten war ein Auto einen Abhang hinab in einen Bach gestürzt. Sie nahmen eine große eigene Gefährdung in Kauf und entschlossen sich, den Abhang hinab und in den stark angeschwollenen Bach zu steigen, um den schwer verletzten Autofahrer gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus seinem Fahrzeug zu bergen. Leider verstarb der Mann wenig später aufgrund seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Polizeioberkommissar Dennis Dussa (PI Schweich) war am 7. September in seiner Freizeit mit dem Auto auf der A 48 unterwegs, als er in Höhe der Anschlussstelle Kaifenheim eine Frau sah, die auf der Überholspur  umherirrte.  Dussa hielt an und  brachte sie trotz des Verkehrs, der auf der Autobahn herrschte, sicher in ihr Auto, das auf dem Standstreifen stand. Dort hielt er die Frau fest, bis eine Streife der zuständigen Polizeiautobahnstation Mendig kam und sie  übernahm. Wie sich später herausstellte, ist die Frau psychisch krank und stand darüber hinaus auch unter Medikamenteneinfluss.

Kriminalhauptkoimmissar Marco Sauerborn (KI Trier), Polizeihauptkommissar  Michael Hahn (PI Trier), Kriminalhauptkommissarin Daniela Linne (KI Trier), Kriminalhauptkommissar Nico Maier (ZKI Trier), Polizeioberkommissarin  Alexandra Schumacher (PI Trier), Polizeikommissarin Denise Krautmann (KI Trier), Polizeikommissar Sven Lohrig (PI Trier), Kriminalkommissar Tobias Hansen (KI Trier) und Polizeikommissaranwärter Jonas Lauer, (PI Saarburg) waren am 2. April waren im Einsatz, um einer Frau zu helfen, die sich das Leben nehmen wollte. Sie hatte vor, sich von einem Gerüst zu stürzen. In einer Gemeinschaftsaktion gelang es ihnen, die verzweifelte Frau in ein Gespräch zu verwickeln und sie abzulenken, während die Berufsfeuerwehr ein Sprungkissen in Position bringen konnte. Schließlich konnten sie sich der Frau soweit nähern, dass ein Zugriff möglich war und die Frau gerettet werden konnte.

Polizeihauptkommissar Christian Simon Bamler und Polizeikommissar Marc Fleischmann (PI Trier) waren am 1. Mai gegen 23.30 Uhr im Einsatz, um einen Mann zu suchen, der offenbar in Selbstmord-Absicht von der Römerbrücke in die Mosel gesprungen war. Sie entdeckten den Mann, der bis zur Hüfte in der Mosel stand und weiter in Richtung der tieferen Fahrrinne ging. Die Beamten legten bei einer Außentemperatur von 4,5 Grad Celsius Teile ihrer Kleidung ab, schwammen etwa 60 bis 70 Meter zu dem 26-jährigen Mann und hielten ihn so lange fest, bis sie von einem Rettungsboot der Feuerwehr aufgenommen wurden.

Polizeikommissaranwärter Bennet Hermann Hau (PI Schweich) fuhr am 21. Oktober mit einer Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Schweich zu einem Verkehrsunfall auf der B 53, wo auf Höhe der Longuicher Brücke ein Auto ins Wasser gefahren war. Am Unfallort begab er sich sogleich mit weiteren Helfern in die Mosel, um Fahrzeuginsassen zu befreien. Trotz großer Anstrengungen gelang es jedoch nicht, das Fahrzeug zu erreichen. Der Fahrer konnte erst später von Tauchern geborgen werden.