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Rekordbesuch im blau-weißen Festzelt

FOTO: Christian Berndt
Wittlich. Das Wittlicher Oktoberfestzelt der Firme Bungert schließt in der Nacht zum Montag nach vier Wochenenden. 50.000 Menschen haben sich dann im 20. Jahr der Veranstaltung auf bayerische Art amüsiert.

Bevor im 20. Jahr der Veranstaltung im Festzelt im Industriegebiet das erste von vier Feierwochenenden begann, waren die meisten Karten weg. Die heutige Party mit den „Atzen“ am Freitag, 29. Oktober, war seit August ausverkauft. Ein Novum in der 20jährigen Geschichte des Festes. Ein Grund: Wegen der Neueröffnung des Warenhauses Bungert fiel dieses Jahr ein Feierwochenende weg. Selbst bei gleicher Nachfrage ist dann die Auslastung höher. Und 2010 wollten fast 5000 Menschen mehr mitfeiern als 2009.
Vereine, Kegelklubs, Garden, Betriebe kommen gruppenweise.

Das Einzugsgebiet ist mittlerweile überregional. Aus Hamburg, aus Frankfurt reist man nicht nach München sondern nach Wittlich. Eine Gruppe aus Belgien hält das seit 15 Jahren so. Dass dabei Betrunkene über die Stränge schlagen, bleibt nicht aus. Angesichts der Gesamtbesucherzahlen ist die Zahl gering. Damit bei der Massenveranstaltung möglichst alles glatt läuft, kooperieren Veranstalter, Security, Ordnungsamt und Polizei. Sie trafen sich auch vergangene Woche, nachdem rund einem Dutzend Körperverletzungen und Klagen über betrunkene, aggressive Heranwachsende aktenkundig geworden sind und beschlossen, die Kontrollen beim Bierausschanks zu verstärken. Dazu wird überlegt, 2011 nur noch Erwachsene ins Zelt zu lassen. 4500 Menschen kann das 100 mal 45 Meter große, alljährlich gemietete Festzelt im Industriegebiet aufnehmen.

Der Aufbau dauert drei Wochen, der Abbau rund eineinhalb Wochen. Rund 170 Mitarbeiter von der Thekenkraft über Security, Malteser und Mitgliedern des Technischen Hilfswerks (THW) kümmern sich um die Gäste. 260 Bierzeltgarnituren für je zehn Personen stehen im Zelt. Jedes Jahr gibt es Neuerungen: Aktuell hat sich das neue Küchenzelt bewährt, auch Kassen und Toiletten wurden umstrukturiert.

Über 2500 Haxen, über 3000 Rostbratwürste und rund 12 000 Laugenbrezel werden unter anderem verzehrt. Stammband ist die Gruppe „Aischzeit“, die seit 17 Jahren für die Gäste spielt.