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| 20:33 Uhr

Rückenwind gewinnt Preis

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (vorne – Dritte von links) würdigt die Preisträger bei einer Feierstunde in der Mainzer Staatskanzlei. Foto: privat
Ministerpräsidentin Malu Dreyer (vorne – Dritte von links) würdigt die Preisträger bei einer Feierstunde in der Mainzer Staatskanzlei. Foto: privat
Wittlich/Mainz. In Wittlich gibt es die größte Justizvollzugsanstalt (JVA) im Land. Anfang 2011 wurde die Initiative Rückenwind gegründet: Sie bietet mehr als einen Aufenthaltsraum für Partnerinnen, Eltern, Kinder und der Inhaftierten. Jetzt hat das Projekt den Brücken-Preis 2013 gewonnen.

Wittlich/Mainz. Die Beratungsstelle "Rückenwind" in Wittlich will den Weg zum Gefängnis für Angehörige der Insassen erträglicher gestalten. Zwei bis vier Mal im Monat dürfen die Gefangenen von Familienmitgliedern Besuch bekommen. Oft reist die Familie von weit her nach Wittlich. Im Aufenthaltsraum der Beratungsstelle können sich Partner, Eltern und Kinder vor, während und nach den Besuchen im Gefängnis eine Auszeit gönnen. Wird der Partner, Vater, Sohn oder Bruder inhaftiert, gerät für viele Angehörige auch die Welt aus den Fugen. Konsequenzen der Haft sind starke soziale, psychische und finanzielle Belastungen für die Angehörigen. Mit Rückenwind wurde erstmals in Deutschland eine Anlaufstelle für Angehörige von Inhaftierten geschaffen, die sich in unmittelbarer Nähe einer Justizvollzugsanstalt befindet und sich ausschließlich für Angehörige von Strafgefangenen einsetzt. Träger des Modellprojekts ist der Katholische Verein für soziale Dienste Trier. Für dieses Engagement ist das Projekt "Rückenwind" nun mit dem Brücken-Preis 2013 ausgezeichnet worden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigte die Preisträger bei einer Feierstunde in der Mainzer Staatskanzlei. Neben einer symbolischen Brücke erhalten die Geehrten zur Unterstützung ihres Engagement 2 000 Euro. red