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Schlechtes Wetter sorgt für gute Laune

Im kommenden Jahr sollen die beiden Museen, das Vulkanhaus Strohn und das Maarmuseeum, unter der Leitung von Martin Koziol noch enger zusammenarbeiten. TV-Foto: Christina Bents
Im kommenden Jahr sollen die beiden Museen, das Vulkanhaus Strohn und das Maarmuseeum, unter der Leitung von Martin Koziol noch enger zusammenarbeiten. TV-Foto: Christina Bents FOTO: Christina Bents (chb) ("TV-Upload Bents"
Manderscheid. Das Maarmuseum kann auf ein positives Jahr zurückblicken. Die Kooperation mit dem Vulkanhaus in Strohn ist angelaufen und neue Projekte warten. Jetzt wird erst einmal das Fest der Eifel-Maare gefeiert. Christina Bents

Manderscheid Der August war verregnet. Was für die meisten für schlechte Laune oder miesen Umsatz gesorgt hat, war für das Maarmuseum gut. "Museen sind nun einmal wetterabhängig und bei Schwimmbadwetter kommen nur wenige hierher", erklärt Museumsleiter Martin Koziol.
Die Besucherzahlen entsprechen, mit dem Vulkanhaus Strohn, mit dem das Maarmuseum seit diesem Jahr eine Kooperation hat, dem Vorjahr. 20 000 Besucher wurden insgesamt an beiden Standorten gezählt. 150 Führungen gab es. Die Exkursionen, besonders im Bereich der Schulklassen, haben zugenommen. Bei den Besuchern aus den Niederlanden und Belgien haben sich die Zahlen ebenfalls verbessert. Martin Koziol berichtet: "Einige Gruppen, beispielsweise aus Rotterdam, sind schon zu Stammgästen geworden". Oft sind es Schulklassen, die sich über den Vulkanismus informieren wollen. "Die wollen auch mal Schlacke in der Hand halten, eine Lavabombe sehen und die Maare", ergänzt Koziol.
Seit Juli besteht zwischen den Museen in Strohn und Manderscheid ein Kooperationsvertrag. Jedes Museum hat weiterhin sein eigenes Budget, denn das Maarmuseum ist ein Verein und das Vulkanhaus in Strohn gehört der Gemeinde. "Durch Personalkostenerstattung werden die Leistungen, die das Maarmuseum in Strohn einbringt, finanziert", berichtet Koziol. Die Vermarktung soll ab 2018 gemeinsam laufen, unter anderem durch eine gemeinsame Museumcard. Der Museumsleiter der beiden Museen erklärt: "Das Maarmuseum hat mehr Führungen, das Vulkanhaus durch den Radweg mehr Laufkundschaft." Im kommenden Jahr soll das Personal an beiden Standorten geschult werden, so dass die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter sich gegenseitig vertreten können, sowohl in Manderscheid als auch im 13 Kilometer entfernten Strohn.
In diesem Jahr sind neue Produkte entworfen und ausprobiert worden. Im Maarmuseum gab es eine Dschungelnacht für Kinder und Jugendliche. Im dunklen Museum konnten sie mit Taschenlampen die Geschichte des Eckfelder Maars entdecken, dabei haben ihnen verschiedene Tiere, die von Schauspielern dargestellt waren, geholfen. Ein Krokodil, eine Honigbiene, ein Rieseneichhörnchen und ein Halbaffe waren dabei und haben sich im Spiel vorgestellt. "120 Besucher waren an diesem Abend bei insgesamt fünf Führungen", bilanziert Koziol. Darauf soll aufgebaut werden. Fachlich fundierte Events sollen in Zukunft helfen, neue Publikumsschichten zu erreichen.
Ein weiteres neues Produkt ist die Bacherlebniswanderung an der kleinen Kyll, bei der es eine Kooperation mit der biologisch-ökologischen Station in Bettenfeld gibt. Die Klassenstufen vier bis neun sind hier besonders angesprochen. Die Kinder und Jugendlichen gehen in den Bach, fischen Insekten mit einem Köcher und bestimmen sie anschließend unter dem Mikroskop. Flussnapfschnecken oder Steinfliegenlarven können dabei gefunden werden. Die Funde sagen zudem etwas über die Wasserqualität aus, denn bestimmte Insektenarten brauchen klares, fließendes Wasser. "Diese Führung kann nicht nur von der biologisch-ökologischen Station gebucht werden, sondern auch von der Jugendherberge oder dem Jugendhüttendorf", sagt Martin Koziol.
Altbewährtes, wie das Museumsquiz oder das Fest der Eifel-Maare, das am kommenden Sonntag gefeiert wird, sollen beibehalten werden.
Extra: DAS FEST DER EIFEL-MAARE IN MANDERSCHEID


Das Museumsfest wird am Sonntag, 8. Oktober von 12 bis 18 Uhr gefeiert. Um 13 Uhr und um 15.30 Uhr findet eine Führung über die "Entstehung der Maare und Vulkankegel der Eifel" statt. Tierkeramikfiguren können angemalt werden, und im Maar-Café im ersten Obergeschoss gibt es Kaffee, Kuchen und Waffeln, die in einem Holzofen gebacken werden. Der Eintritt ist an diesem Tag reduziert: Kinder und Erwachsene zahlen nur einen Euro.