| 06:40 Uhr

Vereine
Seit 50 Jahren eine Hausnummer

Die einzelnen Abteilungen des Polizeisportvereins bereiten sich in diesem Jahr nicht nur auf ihre Wettkämpfe, sondern auch auf das 50-jährige  Bestehen vor. Im Bild: die Jugendlichen der Leichtathletik-
abteilung.
Die einzelnen Abteilungen des Polizeisportvereins bereiten sich in diesem Jahr nicht nur auf ihre Wettkämpfe, sondern auch auf das 50-jährige  Bestehen vor. Im Bild: die Jugendlichen der Leichtathletik- abteilung. FOTO: Christina Bents
Wittlich. Als der Polizei-Sportverein 1968 in Wittlich gegründet wurde, ging es vor allem um die Integration der Polizei und ihrer Familien in die Region. Inzwischen ist er mit mehr als 1860 Mitgliedern der größte Sportverein der Säubrennerstadt.

Rund um das Gelände der Polizei in Wittlich-Wengerohr herrscht reger Betrieb. Das liegt  auch am Polizeisportverein, der hier sein Vereinshaus mit Geschäftsstelle und Sportstätten hat. In zwölf Abteilungen, von Aerobic bis zum Wandern, können sich Sportler unter anderem mit Sportarten wie Schwimmen, Leichtathletik, Kampfsport, Gymnastik, Basketball und Kinderturnen fit halten. Dazu kommen etliche Kurse.

Von Anfang an dabei sind die Abteilungen Leichtathletik, Volleyball, Judo, Ju-Jutsu und Schießen. Claudia Pütz, Geschäftsführerin des PSV, berichtet: „Es gibt immer noch die klassischen Abteilungen, die viel Zulauf haben, daneben wurde das Kurssystem immer weiter ausgebaut. Im Trend liegen Präventionssport und Rehabilitation sowie Entspannung wie Yoga und Thai-Chi.“ Fest zum Angebot des Polizeisportvereins zählen die Freizeiten für Kinder und Jugendliche. Seit mehr als 20 Jahren fährt der Verein nach Lenste an die Ostsee und seit vier Jahren zusätzlich nach Holland.

Für die Zukunft möchte man im Bereich Social Media aktiver werden. Die Internetseite soll moderner werden, über das soziale Netzwerk Facebook kommunizieren oder  Newsletter herausgeben. Angefangen hat er Verein damit mit einem Film, der das Vereinsleben in den verschiedenen Abteilungen zeigt. Und, wie bei Sportlern üblich, haben sich die Verantwortlichen konkrete Ziele gesetzt: Bis zum 60. Geburtstag, in zehn Jahren also, soll die betriebliche Gesundheitsvorsorge vermehrt angesprochen werden, Marketing und Sponsoring sollen vorangebracht werden, die Mitgliederzahl soll gehalten oder, noch besser, gesteigert werden.

In den vergangenen Jahrzehnten stiegt diese von 210 Mitgliedern im Gründungsjahr 1968 auf aktuell rund 1900 Mitglieder. Auch dank  Einsatz und immer neuen Ideen:  Der PSV hat unter anderem den Säubrenner-Lauf ins Leben gerufen, der zehn Jahre lang, bis 1995, einige Hundert Läufer, angezogen hat. Franz-Josef Weber, Vorsitzender des Vereins, berichtet: „Damals kamen Polizisten aus ganz Deutschland, und viele Hobbyläufer waren dabei. Das waren tolle Events.“ Claudia Pütz erklärt: „In den Anfangsjahren war der Wettkampfsport mehr ausgeprägt, bis zu den deutschen Meisterschaften sind wir in einigen Disziplinen gefahren, damals waren dreimal die Woche Training für die Vereinsmitglieder kein Problem. Aber das ist heute zeitlich kaum noch möglich.“

Wichtig ist der Führung des Polizeisportvereins, qualifizierte Übungsleiter zu haben. „Man geht heute anders an den Sport heran, versucht, möglichst professionell, mit Fachkenntnissen und der Pä-
dagogik, den Sport zu vermitteln. Und die Gesamtorganisation ist wichtig. Ist ein Übungsleiter mal krank, sorgt man beispielsweise für Ersatz“, sagt Franz-Josef Weber. Ob bei dieser Vereinsgröße und den Kursen ein Gemeinschaftsgefühl und eine Identifikation mit dem PSV entstehen kann, bejaht Franz-Josef Weber. „Wir sind keine anonymen Dienstleister, sondern der Verein lebt. Alleine rund 70 ehrenamtliche Kursleiter sind bei uns, es gibt viele persönliche Gespräche, Freundschaften haben sich gefunden und die einzelnen Abteilungen feiern gemeinsam.“ Weiter sagt er: „Bei der Sportnacht und dem Familientag werden sogar alle miteinander feiern.“