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Sonntags ins Wahllokal?

Hier sieht man auf einem Blick das breite Spektrum der Parteienlandschaft bei der Bundestagswahl. Am Lieserufer in Wittlich präsentieren sich die Parteien mit ihren Wahlplakaten. TV-Foto: Klaus Kimmling
Hier sieht man auf einem Blick das breite Spektrum der Parteienlandschaft bei der Bundestagswahl. Am Lieserufer in Wittlich präsentieren sich die Parteien mit ihren Wahlplakaten. TV-Foto: Klaus Kimmling FOTO: klaus kimmling (m_wil )
Bernkastel-Wittlich/Bitburg-Prüm/Vulkaneifel. Im Wahlkreis 202 Bitburg wird die Briefwahl attraktiver. Das heißt aber nicht, dass deshalb das Ergebnis schneller vorliegt. Pauline Pohlers

Bernkastel-Wittlich/Bitburg-Prüm/Vulkaneifel Die Bundestagswahlen am 24. September rücken immer näher. Unser Wahlkreis 202 Bitburg hat 513 Wahlbezirke auf einer Fläche von etwa 3100 Quadratkilometern. Das ist eine beeindruckende Zahl mit rund 400 eigenständigen Städten und Gemeinden. Und in denen gibt es rund 165 000 Wahlberechtigte. Nicht alle machen ihr Kreuz: So lag bei der Bundestagswahl im Jahr 2013 die Wahlbeteiligung bei 71,7 Prozent. Doch der Vergleich zu vergangenen Wahlen fällt schwer, denn der Wahlbezirk hat sich seit den letzten beiden Bundestagswahlen verändert. Nicht nur der Name wurde umgewandelt. Der Wahlkreis 202 Bitburg umfasst jetzt den Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Landkreis Vulkaneifel und den nördlichen Teil des Landkreises Bernkastel-Wittlich (der südliche Teil von Bernkastel-Wittlich gehört dem Wahlkreis 200 an).

Dabei ist am vierten Sonntag im September der früher obligatorische Besuch im Wahllokal längst nicht mehr zwingend notwendig, dank der Briefwahl. Krankheitsfälle oder berufliche Verpflichtungen sind nicht mehr die einzigen Beweggründe, sich dafür zu entscheiden. Immer häufiger wird aus Gründen der Bequemlichkeit oder aufgrund von Reisen argumentiert. Briefwahlunterlagen können bei den Verbandsgemeindeverwaltungen beziehungsweise den Stadtverwaltungen Bitburg und Wittlich bis zum 22. September, 18 Uhr, beantragt werden. In Ausnahmefällen ist dies auch noch am Wahltag bis 15 Uhr möglich (etwa bei plötzlicher Erkrankung).

Aber um die Stimmabgabe und Auszählung überhaupt zu bewerkstelligen, werden Wahlhelfer benötigt. Sie sind ein wichtiges Fundament der Selbstorganisation durch das Volk. Und sie sind somit entscheidende Träger der Wahl. Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählt der ordnungsgemäße Ablauf der Wahl, die Überprüfung der Wahlberechtigten, aber auch die Auszählung der Stimmen. Interessierte können sich bei den jeweiligen Verbandsgemeindeverwaltungen oder beim Wahlvorsteher melden. Hinzu kommen die Wahlvorstände. Sie bestehen aus einem Wahlvorsteher, als Vorsitzendem, seinem Stellvertreter sowie drei bis sieben Beisitzenden. Mitgliedern der Wahlvorstände kann für den Wahltag ein Erfrischungsgeld von je 35 Euro für den Vorsitzenden und je 25 Euro für die übrigen Mitglieder gewährt werden.

Ein wichtiges Amt hat Kreiswahlleiter Heinz-Peter Thiel aus dem Wahlkreis 202 Bitburg inne. Er stellt die Wahlkreisabgeordneten fest und gibt außerdem das Ergebnis des Wahlkreises bekannt. Auf die Frage, ob die Briefwahl das Hochrechnen und Auszählen zeitlich beeinflusse sagt er: "Das Briefwahlergebnis für den Wahlkreis 202 wird in den Briefwahlvorständen bei den Kreisverwaltungen ermittelt und festgestellt. Das Vorliegen des vorläufigen Gesamtergebnisses kann sich bei einem sehr hohen Anteil von Briefwählern eher verzögern. In den Urnenwahlbezirken liegt das Ergebnis mit steigendem Anteil von Briefwählern dagegen schneller vor, da dort dann weniger Stimmzettel auszuzählen sind."