| 20:35 Uhr

Spiellandschaft hat Vorrang bei Dorferneuerung

Der „Salmpark“ soll Freizeit- und Erholungsgebiet für Bürger aller Altersstufen, Touristen und Vereine werden. Das Ganze ist als Langzeitprojekt angelegt. Die Spiellandschaft für die Kinder soll als Erstes realisiert werden, sagt Ortsbürgermeister Markus Hansen. TV-Foto: Christina Bents
Der „Salmpark“ soll Freizeit- und Erholungsgebiet für Bürger aller Altersstufen, Touristen und Vereine werden. Das Ganze ist als Langzeitprojekt angelegt. Die Spiellandschaft für die Kinder soll als Erstes realisiert werden, sagt Ortsbürgermeister Markus Hansen. TV-Foto: Christina Bents
Dreis. Im Rahmen der Dorferneuerung in Dreis ist die Idee entstanden, ein vielfältig nutzbares Freizeit- und Spielangebot für alle Altersgruppen an der Salm zu verwirklichen. Die Gemeinde hat die Planungsgrundlagen dafür geschaffen. Was tatsächlich gebaut wird, ist noch ungewiss. Sicher ist bisher der erste Schritt: der Bau eines Spielplatzes. Christina Bents

Dreis. Aus der Dorferneuerung in Dreis sind viele Ideen zu Projekten entstanden, die das Dorf schöner und lebenswerter machen sollen, beispielsweise wurden Plätze in der Dorfmitte gestaltet, ein Wanderweg rund um die Wegekreuze wird realisiert und die Ortsdurchfahrt saniert. Jetzt kümmert sich die Gemeinde um den sogenannten "Salmpark".
Die Idee stammt von Dreiser Bürgern. Diese wünschten sich im Rahmen ihrer Beteiligung an der Dorferneuerung, dass in der Nähe der Dreyshalle eine Fläche für Freizeit und Erholung für alle Altersstufen eingerichtet wird.
Bisher befinden sich auf der sechs Hektar großen Fläche bereits die Mehrzweckhalle, Parkplätze, das Feuerwehrgebäude, der Bauhof der Gemeinde mit einem Probenraum für den Musikverein, das Gebäude des Angelvereins und der Bolzplatz der Gemeinde. Dazu sollen sich in drei Bauabschnitten folgende Projekte gesellen: eine Spiellandschaft, Sport- und Spielplätze, ein Teich, ein Kneippbecken und ein Grillplatz. Weiterhin werden Themengärten, ein Seniorenpark und die Renaturierung des Schorbachs ins Auge gefasst.
Doch was von diesen Ideen tatsächlich umgesetzt wird, steht noch in den Sternen. Fest steht bisher nur, dass die Spiellandschaft für Kinder gebaut wird. Eine Hängebrücke, ein Netztunnel, ein Rutschenturm, ein Baumhaus und eine Wasserspielfläche sind dort geplant.
Ortsbürgermeister Markus Hansen sagt: "Der Spielplatz wird jetzt gebaut, der Rest ist Theorie. Da muss man erst einmal die finanzielle Situation berücksichtigen und sehen, ob in einigen Jahren der Wunsch der Bürger nach den anderen Projekten noch da ist." Falls die anderen Projekte in einigen Jahren umgesetzt werden sollen, sind zumindest die planerischen und baurechtlichen Voraussetzungen dafür schon mal geschaffen. Denn die Verbandsgemeinde Wittlich-Land hat den Flächennutzungsplan entsprechend fortgeschrieben und die Gemeinde den Bebauungsplan "Salmpark" aufgestellt.
Für die Spiellandschaft sind Kosten von 257 000 Euro eingeplant, darin sind ungefähr 70 000 Euro für Spielgeräte vorgesehen. Der restliche Betrag wird für Erdarbeiten, Wegebau und Flächenstrukturierung ausgegeben. Die Gemeinde hofft auf 65 Prozent Förderung aus dem Investitionsstock des Landes, ein Förderantrag ist gestellt. Die Arbeiten an der Spiellandschaft beginnen vor aussichtlich im Mai oder Juni.
Über die möglichen Kosten für die weiteren Bauabschnitte können die Verwaltungen von Orts- und Verbandgemeinde noch nichts sagen. Günter Reis von der Bauabteilung der VG teilt mit, dass es sich um eine Langzeitaufgabe der Gemeinde handele und die Realisierung von der finanziellen Leistungsfähigkeit des Orts und der Förderung abhänge.