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Stadtchef startet in die zweite Runde

Der erste städtische Beigeordnete Albert Klein (links) ernennt Joachim Rodenkirch erneut zum Bürgermeister der Stadt Wittlich. Die zweite Amtszeit Rodenkirchs dauert acht Jahre. TV-Foto: Klaus Kimmling
Der erste städtische Beigeordnete Albert Klein (links) ernennt Joachim Rodenkirch erneut zum Bürgermeister der Stadt Wittlich. Die zweite Amtszeit Rodenkirchs dauert acht Jahre. TV-Foto: Klaus Kimmling FOTO: klaus Kimmling (m_wil )
Wittlich. Jetzt auch offiziell: Joachim Rodenkirch ist jetzt nach seiner Wiederwahl im März zum Bürgermeister ernannt worden. Das alte und neue Stadtoberhaupt hatte im Stadtrat gute Neuigkeiten zu berichten. Petra Willems

Wittlich Selten gibt es in Sitzungen von politischen Gremien Applaus, selten dauert er so lange wie in dieser Sitzung des Wittlicher Stadtrats: Joachim Rodenkirch ist offiziell zum Bürgermeister der Stadt ernannt worden und startet in seine zweite Amtszeit, was die anwesenden Ratsmitglieder, Verwaltungsmitarbeiter und Zuhörer mit langem und lautem Applaus begleiteten.

Zuvor blickte der erste Beigeordnete der Stadt, Albert Klein, noch einmal auf die Wahl im März (siehe Info) zurück. Es sei ein "besonderes Ergebnis" gewesen, das Joachim Rodenkirch erreicht hatte und das landesweit für Beachtung gesorgt hatte. Das spiegele das überaus große Vertrauen der Wittlicher Bürger und der Gremiumsmitglieder in den Bürgermeister wider.

Klein überreichte Rodenkirch eine originalgetreue Nachbildung des Eifelvereinsblatts von 1915 und seiner Frau Theresia Blumen, die es immer wieder schaffe, die Stadt mit einem Strahlen zu repräsentieren.
Rodenkirch dankte anschließend nicht nur Gattin Theresia und den beiden Kindern Anna und Max, ohne die er sein Amt in dieser Form mit der "allumfassenden Sichtweise" nicht ausüben könne: Der Dank des Stadtoberhaupts ging auch an die Stadtratsmitglieder, die Ortsvorsteher und die Vertreter der Fachgremien "für das Vertrauen, den Respekt, die Achtung und das Miteinander. Sie alle zeigen großes Engagement zum Wohle unserer Stadt."
Und, so fügte er an: "Das macht mir immer Freude. Ich freue mich auf die weiteren Jahre." Rodenkirch teilte in der Sitzung auch mit, dass es auf zwei Großbaustellen der Stadt zügig vorangehe. "Am Platz an der Lieser geht es etwas schneller voran, als es der Zeitplan vorsieht."

Anfang kommender Woche soll die Schwarzdecke der Straße aufgetragen werden. Im Juli werde dann der Hochwasserschutz ausgeschrieben. Im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Uferbereichs verabschiedete der Stadtrat in der Sitzung am Donnerstagabend auch eine Verkaufsrechtsatzung für die Kleingärten zwischen Lieser und Stadtpark.

Denn auch dieses Gebiet soll in die Überlegungen zur weiteren Entwicklung einbezogen werden, weshalb die Stadt am Erwerb der Grundstücke in diesem Bereich interessiert ist. Um zielgerichtet verfahren zu können, so die Beschlussvorlage, ist der Erlass der Satzung erforderlich.
Auf der zweiten großen Baustelle in der Innenstadt, dem Parkplatz Karrstraße, geht es ebenfalls zügig voran, wie der neue und alte Bürgermeister mitteilte. "Die Arbeiten in der Karrstraße liegen im Zeitplan", sagte Rodenkirch. Derzeit würden dort Einbauarbeiten wie die Verlegung von Rohren in den Boden erledigt.

Extra: DIE BÜRGERMEISTERWAHL IM MÄRZ


Mit 91,7 Prozent der Stimmen hatte Joachim Rodenkirch am 12. März die Bürgermeisterwahl in Wittlich gewonnen und wurde für acht Jahre wiedergewählt. Auf seinen Gegenkandidaten, Stephan Henkel, entfielen 8,3 Prozent der gültigen Stimmen. 14 223 Wahlberechtigte waren zur Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Wittlich aufgerufen. 4806 Wittlicher haben von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 33,8 Prozent.