| 21:00 Uhr

Umkleidekabinen sind schon weg

Die Bagger waren schon emsig: Dadurch, dass die maroden Umkleidekabinen bereits abgerissen sind, hat man beim Manderscheider Schwimmbad nun einen freien Blick auf die Becken.Foto: Marion Maier
Die Bagger waren schon emsig: Dadurch, dass die maroden Umkleidekabinen bereits abgerissen sind, hat man beim Manderscheider Schwimmbad nun einen freien Blick auf die Becken.Foto: Marion Maier
MANDERSCHEID. Die Bauarbeiten zur Sanierung des Manderscheider Freibads laufen planmäßig. Zur Zeit werden die Becken abgerissen. ARRAY(0xbafb37a8)

Wo vorher die maroden Umkleidekabinen standen, herrscht nun gähnende Leere. Nur der blanke Boden verrät, dass dort etwas passiert ist. Die Sanierung des Manderscheider Freibads mit dem ehrgeizigen Zeitplan läuft auf vollen Touren. Wie geplant starteten die Bauarbeiten am 4. September. Architekt Ulrich Hower vom Büro Karnatz-Bock und Hower sagte auf TV-Anfrage: "Mitte Juni möchten wir mit der Sanierung fertig sein. Wir sind jedoch stark von der Witterung abhängig. Falls es viel regnet im Herbst oder es im Februar/März wie in den vergangenen Jahren sehr kalt wird, kann es schwierig werden. Aber wir arbeiten mit einer guten Firma zusammen, das sollte alles gehen." Gestartet sind die Bauarbeiten mit dem Abriss der Umkleidekabinen. Als nächstes wurde eine geschotterte Baustraße hinunter zu den Becken und dem alten Filtergebäude angelegt. Aktuell werden die Becken abgerissen, Heizkessel und Filteranlagen demontiert. Ulrich Hower: "Zur Zeit läuft alles nach Plan. Die Firma, die die Edelstahlbecken liefert, war schon draußen. Die neuen Becken sollen Anfang Dezember kommen." Mit der Badesaison im Nacken seien die Bauzeiten bei Bad-Sanierungen immer recht kurz, deshalb werde versucht, so viel Arbeiten wie möglich noch vor dem Winter zu erledigen.Becken werden kleiner, Sprungturm bleibt wie er ist

Die Sanierung des Manderscheider Freibads kostet 2,285 Millionen Euro. Die Verbandsgemeinde Manderscheid, Trägerin des Bads, rechnet mit 40 Prozent Zuschüssen vom Land und zehn Prozent vom Kreis. Selbst muss sie 1,15 Millionen Euro aufbringen. Geplant ist, alle Becken mit Edelstahl auszukleiden und die Wasserfläche um 27 Prozent zu verkleinern. Das trifft vor allem das Nichtschwimmerbecken, das dann noch eine Wasserfläche von 185 Quadratmetern aufweist. Das Schwimmerbecken wird um eine Bahn auf etwa 300 Quadratmeter verkleinert. Der Sprungbereich und das Planschbecken bleiben in der Größe in etwa erhalten. Das Planschbecken wird mit Segel, drei Blubbern und einer Spritzwand ausgestattet. In der Mitte der Becken entsteht ein Schwimmmeister-Pavillon. Anstatt des alten Umkleidegebäudes wird ein kleinerer Bau aufgestellt. Ein Kiosk soll entstehen, von dem nach innen wie außen verkauft werden kann. Geheizt wird in Zukunft mit Solarabsorbern. Die Sanierungspläne waren in der Verbandsgemeinde Manderscheid aufgrund der Kosten umstritten. In der Gemeinde Großlittgen hatte sich Widerstand geregt. Kommunalpolitiker, die der VG-weit agierenden Freien Wählergemeinschaft (FWG) angehören und auch im Gemeinderat Großlittgen vertreten sind, wollten die Sanierung mit einem Bürgerbegehren verhindern. Diese Pläne gaben sie aber schließlich auf.