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Unterwegs auf der Eifeler Milchstraße

Viele Ideen haben Klara Borsch (links) und Claudia Becker (rechts), wenn es um den Milchwanderweg in Eckfeld geht. Interessant wird auf ungefähr acht Kilometern vieles rund um die Milch erklärt. Mit Maya und Johannes haben sie verschiedene Wegstrecken ausprobiert. TV-Foto: Christina Bents
Viele Ideen haben Klara Borsch (links) und Claudia Becker (rechts), wenn es um den Milchwanderweg in Eckfeld geht. Interessant wird auf ungefähr acht Kilometern vieles rund um die Milch erklärt. Mit Maya und Johannes haben sie verschiedene Wegstrecken ausprobiert. TV-Foto: Christina Bents
Eckfeld. Informationen rund um die Viehhaltung, Milchproduktion und Milchprodukte erhalten Wanderfreunde ab dem Sommer auf der "Kleinen Milchstraße" in Eckfeld. Die Milchstraße ist ein Wanderweg, der auf zwei Routen den Werdegang der Milch anschaulich erklärt. Für das 25 000-Euro-Projekt ist ein Zuschuss der Europäischen Union beantragt.

Eckfeld. Es gibt Gemarkungswanderwege, Steillagenwanderwege, Weinwetterwege und ab dem Sommer auch einen Milchwanderweg. Und zwar in Eckfeld. Klara Borsch, Mitglied des Verbands der Landfrauen und eine der Initiatorinnen, sagt: "Die Idee ist während des Milchstreiks 2008 entstanden. Das hat uns dazu angeregt, die Verbraucher besser über den Werdegang der Milch zu informieren."
Infotafeln am Wegesrand


Um zu verstehen, wie Milch produziert wird, wird es in Eckfeld zwei Rundwege geben, die zwischen acht und zehn Kilometer lang sind. Informationstafeln am Wegesrand erklären Wanderern, welches die Getreidearten sind, die an die Kühe verfüttert werden, wie Aussaat und Viehhaltung funktionieren und wie verschiedene Milchprodukte hergestellt werden.
Für Kinder gibt es Extratafeln mit mehr Bildern und weniger Text. Außerdem können die Besucher nach Anmeldung auch die Bauernhöfe besichtigen, die an den Wanderwegen liegen. Dort bekommen sie eine Führung und können durch Mitmach-Experimente oder Ratespiele noch mehr über die Milch erfahren. Klara Borsch: "Wir werden uns zusammen mit den Betrieben und den Gästeführern interessante Sachen ausdenken, bei denen die Leute spielerisch einiges erfahren." Bisher haben sich fünf Interessierte gemeldet, sie sich zum Gästeführer ausbilden lassen möchten.
Ganz problemlos war die Planung des Milchwanderwegs, dessen Träger der Bauern- und Winzerverband ist, nicht. Als Klara Borsch und eine Vertreterin der Lokalen Aktionsgruppe Vulkaneifel gemeinsam den geplanten Wanderweg abgefahren sind, trafen sie zum Teil auf verwilderte Wege. Klara Borsch berichtet: "Die Wege waren sehr eng und seit einiger Zeit nicht mehr freigeschnitten worden. An einer Stelle hatten wir uns festgefahren, an einer Seite ging eine steile Böschung runter, an der anderen war dichtes Gestrüpp. Wir sind wieder rausgekommen, aber das Auto hat bei dieser Fahrt ein paar Kratzer abbekommen."
Die Kosten für das Freimachen der Wege, die Flyer und die Informationstafeln für die "Kleine Milchstraße" liegen bei 25 000 Euro. Claudia Becker, die mit ihrem Betrieb ebenfalls bei der "Kleinen Milchstraße" mitwirkt, sagt: "Wir hoffen, dass wir durch das Leader-plus-Programm der Europäischen Union einen Zuschuss von 55 Prozent bekommen. Der Antrag liegt den Gremien schon vor."
Wer Lust hat, sich zum Gästeführer ausbilden zu lassen, kann sich bei Klara Borsch oder Claudia Becker in Eckfeld melden, Telefon 06572/2149. Die Ausbildung wird voraussichtlich einen Samstag lang dauern.