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US-Kampfjet explodiert nach Absturz: Eifeldorf entgeht Katastrophe

Ein Militärjet A10 Warthog stürzte im April 2011 in unmittelbarer Nähe der Gemeinde Laufeld ab.
Ein Militärjet A10 Warthog stürzte im April 2011 in unmittelbarer Nähe der Gemeinde Laufeld ab. FOTO: Klaus Kimmling
Laufeld. Riesenglück für die Einwohner von Laufeld in der Eifel: Nahe den Häusern des Dorfes ist ein US-Flugzeug abgestürzt und ausgebrannt. Der Pilot überlebte verletzt: Seine erste besorgte Frage gilt den Dorfbewohnern. Von unseren Reportern Nora John, Sonja Sünnen und Harald Jansen

Der am Freitagnachmittag um 15.57 Uhr in der Eifel abgestürzte Militärjet A-10 Warthog (auf Deutsch: Warzenschwein) hat Übungsmunition an Bord gehabt. Das teilte das US-Militär mit.

Das Kampfflugzeug war vor seinem Absturz auf die Häuser von Laufeld (Landkreis Bernkastel-Wittlich) zugeflogen und etwa 250 Meter vor dem ersten Wohnhaus entfernt abgestürzt. Bewohner berichteten von einem lauten Knall und einem riesigen Feuerball. Der Jet zerschellte auf einem Acker und ging in Flammen auf. Die Absturzstelle liegt nahe der Autobahn 1.

Der Fliegeroffizier konnte sich zuvor mit dem Schleudersitz retten, er kam verletzt ins Krankenhaus.
Die US-Militärpolizei erklärte das Gelände zum militärischen Sperrgebiet. Es werde wohl etwa 30 bis 60 Tage dauern, bis die Ursache dieses Absturzes ermittelt sei, sagte eine Sprecherin der US-Airbase in Spangdahlem dem TV. Der Pilot habe nach ersten Erkenntnissen vor dem Absturz keine Probleme an den Tower gemeldet, sagte sie.

Spangdahlemer Kampfflugzeuge des Typs A-10 sind auch bei der Militäraktion der Nato in Libyen im Einsatz. Die abgestürzte Maschine gehört jedoch nicht dazu. Der Jet habe sich auf einem Übungsflug befunden und sei auf dem Heimweg zum Flugplatz in Spangdahlem gewesen, sagte die US-Militärsprecherin. Die US-Luftwaffe hat in Rheinland-Pfalz Stützpunkte im pfälzischen Ramstein und in Spangdahlem.

"Wir haben ein Riesenglück gehabt", sagte Peter Gerhards, Chef des Kreisfeuerwehrverbands und der Laufelder Feuerwehr. Er und seine Kollegen fanden den Piloten 20 Meter von der Unglücksstelle entfernt. Der Mann sei ansprechbar gewesen. Die Feuerwehr habe sich sofort um ihn gekümmert.