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Verein sucht deutsche Gasteltern für ausländische Studenten

Studenten verschiedener Nationalitäten möchten gern bei deutschen Gast eltern leben. Foto: privat
Studenten verschiedener Nationalitäten möchten gern bei deutschen Gast eltern leben. Foto: privat
Bernkastel-Wittlich/Eifel. Internationale Begegnungen stehen im Mittelpunkt der Bemühungen des Experiment-Vereins, der Aufenthalte von ausländischen Studenten in der Eifel organisiert. Derzeit werden Gastfamilien gesucht.

Bernkastel-Wittlich/Eifel. Zusammen gelebt haben Lai May aus Malaysia und ihre deutsche Familie in Großlittgen. Sari aus Japan reiste nach Orenhofen, Michael aus Taiwan war in Arenrath, und Pranab aus Bangladesh lebte in Wallscheid. 25 ausländische Studenten aus zwölf verschiedenen Ländern verbrachten Weihnachten durch die Vermittlung des Experiment-Vereins in 19 verschiedenen Orten in der Eifel.
Finanziert werden Gastfamilienaufenthalte vom Auswärtigen Amt. Das Herzstück bleiben deutsche Familien, die Vermittlung und Organisation liegt beim Experiment-Verein. Seit 1952 ist er in Deutschland als gemeinnütziger Verein eingetragen. 1932 wurde er von Donald B. Watt gegründet. Die persönliche Kontaktaufnahme sah Watt als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis der Kulturen.
Als Beobachter auf einer Jugendkonferenz des Völkerbundes musste er feststellen, dass die erhoffte Annäherung nicht stattfand, weil sich die Vertreter in ihren nationalen Gruppen isolierten. Ernüchtert heimgekehrt entschloss sich Watt, eine neue Bewegung ins Leben zu rufen.
"Auch Familien, die keine Möglichkeit haben, die Welt zu bereisen, können somit neue Erfahrungen sammeln, intensive internationale Freundschaften knüpfen und einen Beitrag zu mehr Toleranz und Offenheit im täglichen Miteinander leisten", erklärt Frank-Walter Steinmeier seine Unterstützung für das Programm. In Wallscheid brachte Medizinstudent Pranab seinen Gasteltern asiatische Tantra-Meditation näher. Pranab arbeitet inzwischen in Amsterdam, wohin er seine Gasteltern eingeladen hat. Die anderen Studenten sind wieder an ihren deutschen Universitäten.
An drei Wochenenden im März beginnen weitere ein- und zweiwöchige Gastfamilienaufenthalte. Dann haben andere ausländische Studierende die Möglichkeit, mehr als ihre deutsche Universität kennenzulernen. Gastfamilie werden kann jeder, denn Beruf, Fremdsprachenkenntnisse oder Größe der Familie spielen keine Rolle. red
Aktuelle Informationen und Anmeldung bei Eva Hofmann unter Telefon 0228/95722-44 oder E-Mail gastfreundschaft@experiment-ev.de.