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Wirtschaft
Wirtschaftswoche 2019: Qualität soll steigen

Fans beim ersten Gruppenspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen México bei der öffentlichen Übertragung vor und in der Arena Trier.
Fans beim ersten Gruppenspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen México bei der öffentlichen Übertragung vor und in der Arena Trier. FOTO: Friedemann Vetter
Wittlich. Die Planungen für die Gewerbeschau in Wittlich in einem Jahr haben begonnen. Bei der zehnten Auflage wird sich einiges ändern.

Nach vier Jahren Pause ist es 2019 wieder so weit: Dann haben Gewerbe- und Handwerksbetriebe aus Wittlich und dem Umland wieder die Chance, sich einem großen Publikum zu präsentieren. Die Wirtschaftswoche Wittlich (WWW) lädt 2019 vom 14. bis 17. Juni wieder vier Tage lang zum Bummeln, Einkaufen und Schlemmen ein. Der TV hat die Planer  der Stadtverwaltung getroffen, wo ein dreiköpfiges Team nun die Vorbereitungen für das Megaevent mit geschätzt 75 000 Besuchern trifft.

Gelände 5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche verteilt auf fünf Hallen und dazu noch Freigelände: Die Ausstellungsfläche werde gegenüber 2015, als noch acht Zelte aufgebaut wurden, um etwa ein Drittel schrumpfen, sagt Rainer Wener, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing.  Der Grund dafür: Aldi Süd werde auf seinem Zentrallager in der Röntgenstraße keine Fläche mehr bereitstellen, weswegen 2019 alle Zelte auf dem ausgebauten Bungert Festplatz Platz finden sollen. Wegen des Oktoberfestes und dem dazu notwendigen Zelt-
aufbau werde die Wirtschaftswoche daher aber nicht mehr im September, sondern im Sommer stattfinden.

„Den Verzicht auf das große Oktoberfestzelt, das uns früher als Veranstaltungshalle  diente, sehen wir als Herausforderung und Chance.“ Zudem sei es früher nicht immer leicht gewesen, sagt Wener, das große Zelt vier Tage mit Programm zu bespielen und gefüllt zu halten. Für die Rahmenveranstaltungen solle 2019 als „Eye Catcher“ vermutlich ein kleineres Rundzelt dienen.

Den Ausstellern stehe neben den fünf Hallen natürlich auch wieder reichlich Wiese als Freifläche sowie die Röntgenstraße als Ausstellungsfläche zur Verfügung

Aussteller Aufgrund der Platzbeschränkungen, so Wener, werde die Zahl der Aussteller von 236 auf 150 reduziert. Man werde den Fokus deshalb noch mehr auf örtliche Betriebe legen, die bis 2015 nur rund ein Drittel der Aussteller ausgemacht haben. Wener: „Das ist für kleine Unternehmen, die sich keine große Messe leisten können, die beste Gelegenheit, sich richtig gut bei freiem Eintritt einem großen und breiten Publikum zu präsentieren.“

Es werde wieder viel Wert auf qualitativ hochwertige Stände, „die mit viel Liebe“ hergerichtet werden sollen, gelegt. „Wir haben den Ausstellern noch nie gesagt: ‚Macht was ihr wollt’, sondern eher, ‚in den Messestand sollte ein Bodenbelag – ob Teppich oder Fliesen.“ Einige Aussteller wie beispielsweise Dachdeckerbetriebe hätten teils mehrere Tage an ihrem Stand gewerkelt und beispielsweise in den Hallen Miniaturhäuser mit gedeckten Dächern gebaut und damit viel Engagement gezeigt. Wener: „Da legen wir großen Wert drauf.“ Neben Gewerbe- und Industriebetrieben, die kommen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren sowie um Verkaufsgespräche zu führen, werde die Wirtschaftsmesse zunehmend auch als Jobmesse genutzt. „Einige sind dort auf Personalsuche und werden sich wie Dunlop als Arbeitgeber präsentieren.“

Preise Auch wenn die Gesamtkalkulation für 2019 noch nicht stehe, sagt Wener, sei aufgrund der geringeren Ausstellungsfläche bei den Standgebühren mit einem Anstieg zu rechnen. 2015 zahlten Aussteller in den Hallen 33 Euro pro Quadratmeter, für Außenflächen waren es 17 Euro. Die Standflächen in den Hallen seien auf 25, 50 oder 100 Quadratmeter zugeschnitten. Die Quadratmeterpreise für 2019 stehen noch nicht fest.

Kinder Die Wirtschaftswoche 2019 werde auch wieder eine „familienfreundliche“ Veranstaltung, sagt Wener. Ein Kinderspielplatz, ein Minibagger zum Sand baggern sowie ein Streichelzoo seien in Planung, damit sich auch kleine Besucher dort wohl fühlen können.

Essen Als General-Caterer werde Bungert Food-Trucks sich auf dem Ausstellungsgelände platzieren, erklärt Wener. Damit werde die Gastronomie, die früher im Großzelt untergebracht war, ausgelagert.

Parken 75 000 Besucher über vier Tage erwartet die Stadt, aus einem Einzugsgebiet, das sich auf deutscher Seite bis Mayen/Koblenz erstreckt, wie Wener erklärt. Daneben kämen auch Besucher von weiter her und aus den Nachbarländern Luxemburg und Belgien. Deshalb sollen wieder Shuttlebusse zum Einsatz kommen, welche die Besucher kostenlos von den öffentlichen Parkplätzen am Rommelsbach, dem Vitelliusbad und der Berufsbildenden Schule (BBS) sowie den Parkplätzen von Real und Möbel Boss zum Messegelände und zurück befördern sollen.

Fachbereichsleiter Rainer Wener (von links), Verena Kartz, Stadtmarketing und Tourismus, und Heribert Lorscheider, stellvertretender Fachbereichsleiter, sind in die konkrete Planung der Wirtschaftswoche  eingestiegen.
Fachbereichsleiter Rainer Wener (von links), Verena Kartz, Stadtmarketing und Tourismus, und Heribert Lorscheider, stellvertretender Fachbereichsleiter, sind in die konkrete Planung der Wirtschaftswoche eingestiegen. FOTO: Christian Moeris