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Jugendarbeit
Tri-Ball-Contest, Kino und ein wilder Sommer

Wittlich . 2016 hat die Stadt Wittlich ihre Jugendarbeit neu  organisiert. Koordinator Johannes Schmidt ist seitdem Ansprechpartner. Dem Stadtrat hat er eine Bilanz vorgelegt.
Petra Willems

Kino, Sport, Veranstaltungen und das Haus der Jugend: Der städtische Jugendkoordinator Johannes Schmidt koordiniert in Wittlich die Jugendarbeit. Dem Stadtrat hat er jüngst eine Bilanz der Aktivitäten vorgelegt und einen Ausblick in die Zukunft gegeben.

Das Team und die Standorte: Neben Johannes Schmidt, der sein Büro im Stadthaus hat, arbeiten in der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt eine Sozialpädagogin in Vollzeit und ein Pädagoge in Teilzeit. Zusätzlich dabei sind ein FSJler und ein Theaterpädagoge, der auf Honorarbasis arbeitet. Der Jugendraum Bombogen ist mit einer Psychologin und einem Pädagogen, jeweils in Teilzeit, besetzt. Zudem gibt es selbst verwaltete Jugendräume in Wengerohr, Dorf und Lüxem.

Das Haus der Jugend: Ein wichtiger Teil der Jugendarbeit in Wittlich ist das Haus der Jugend (HDJ), dessen Leitung die Stadt von der Arbeiterwohlfahrt übernommen hat (der TV berichtete). Künftig soll das HDJ zielgruppenabhängige Öffnungszeiten anbieten. Zum Beispiel soll es einen Mädchentag geben, jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat, 13 bis 17 Uhr. Außerdem soll es mittwochs und donnerstags die Möglichkeit für jüngere Kinder und Jugendliche geben – inklusive Hausaufgabenhilfe –, das HDJ zu nutzen. Ein besonderes Angebot, das sich etabliert hat, sind die Handicap-Discos im Haus der Jugend (siehe Extra). Ein weiteres Angebot sind die Repair-Cafés. Die Fahrradwerkstatt der Pfarreiengemeinschaft Wittlich, die bisher im Keller des Ladens „Kaufen mit Herz“ untergebracht ist, soll ins Haus der Jugend ziehen.

Sportveranstaltungen: In diesem Jahr fällt der Tri-Ball-Contest laut Johannes Schmidt aus, da sich einige Mitorganisatoren zurückgezogen haben. Deshalb sei der Organisationsaufwand zeitlich nicht mehr zu bewältigen gewesen. An dem Jugend-Fußballturnier soll hingegen festgehalten werden, da mit dieser Veranstaltung viele Jugendliche erreicht werden –  auch wenn die zweite Auflage im Februar 2017 wegen einer Schlägerei abgebrochen werden musste (der TV berichtete).

Konzeptionell soll deshalb für das Turnier 2018 etwas geändert werden, möglich ist, dass die Veranstaltung vom Sachgebiet Jugend der Polizei Wittlich unterstützt wird.

Wild auf Sommer: Im vergangenen Jahr wurde von Jugendparlament und Stadtmarketing Wittlich die erste Auflage von Wild auf Sommer im Stadtpark präsentiert – mit Erfolg. Es gab unter anderem einen Flohmarkt, Foodtrucks und Live-Musik. Im kommenden Jahr soll die Veranstaltung, die kostendeckend war, wiederholt werden.

Ferienprogramme: Die Ferienprogramme an Ostern und im Sommer sind gut angenommen worden. Auch Jugendliche aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Wittlich-Land haben daran laut Schmidt teilgenommen, Teilnehmer aus der Stadt haben aber Vorrang. In den Osterferien war das teilnehmerstärkste Angebot die Osterschnitzeljagd in Bombogen mit 15 Kindern und Jugendlichen, im Sommer wurde der Ausflug an den Freizeitsee Triolago (25 Teilnehmer) am besten angenommen. In Planung ist eine Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus für die Ferien-vor-Ort-Programme.

Cinematic: Neuestes Projekt in der Wittlicher Jugendarbeit ist Cinematic. Das Kino-Angebot wird in Kooperation mit den selbst verwalteten Jugendräumen angeboten. Premiere war am 17. November in Dorf mit der Aufführung eines ­Thrillers, der sich mit einer Eskalation im Psychoknast befasst. Laut Johannes Schmidt kamen dazu acht zahlende Gäste (“Das könnten ein paar mehr sein.“), aber dank der Sponsoren, die das Projekt unterstützen, sei die Veranstaltung kostendeckend gewesen. Weitere Termine von Cinematic: jeweils freitags am 8. Dezember in Lüxem (siehe Info)und am 19. Januar im Jugendraum Wengerohr mit einem James-Cameron-Film (19 Uhr). Der Eintritt kostet jeweils vier Euro.