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Wittlich
Wittlicher Finanzamt hilft bei vollelektronischer Steuererklärung

Mehr und mehr Steuerzahler wechseln von der Abgabe der Steuererklärung in Papierform auf die vollelektronische Erklärung.
Mehr und mehr Steuerzahler wechseln von der Abgabe der Steuererklärung in Papierform auf die vollelektronische Erklärung. FOTO: dpa
Wittlich. Schneller als mit Stift und Papier geht es am Computer: Wittlicher Behörde hilft Bürgern fixer an ihr Geld zu kommen und beim Umstieg auf die vollelektronische Erklärung.

Die jährliche Steuererklärung ist vielen Bürgern immer eine lästige Pflicht. Und das, obwohl doch die meisten vom Finanzamt Geld zurückbekommen. In der Regel endet auch noch die Frist am 31. Mai. Doch in diesem Jahr wurde der Abgabetermin in Rheinland-Pfalz bereits auf den 31. Juli verlängert. Bürger, die verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, haben damit zwei Monate mehr Zeit, als bisher.

Und es gibt weitere Erleichterungen, die dem normalen Bürger den Schrecken vor der Aufgabe nehmen sollen. „Wir bieten den Bürgern in unserem Bereich einen besonderen Service an. Wir geben Hilfestellung bei dem Umstieg auf die vollelektronische Erklärung“, sagt Margret Möllenkamp-Lintz, Chefin des Finanzamts Wittlich.

Das Finanzamt Wittlich ist für die Bürger in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel zuständig. Rund 176 000 Menschen leben in dem Bezirk. Unterstützt werden die nun bei der Einrichtung einer vollelektronischen Steuerberechnung. „Rund 60 Prozent der Erklärungen erreichen uns bereits in elektronischer  Form“, sagt die Finanzamts-Vorsteherin. Diesen Anteil möchte das Amt aber weiter steigern, zum Vorteil für beide Seiten.

Die altbekannten Papiervordrucke müssen nämlich noch umständlich gescannt werden. Das alles geschieht zentral  in Bayern und braucht seine Zeit. Erst danach gehen sie an die örtlichen Finanzämter zur Prüfung zurück. Viele Bürger nutzen aber bereits eine komprimierte Steuererklärung über ein kommerzielles Programm oder das ElsterFormuar der Finanzbehörden. Die Daten werden elektronisch übertragen. Nicht zertifizierte  Nutzer hingegen müssen die Erklärung auch noch unterschreiben und dann dem Finanzamt vorlegen. Nutzer, die eine Zertifikatsdatei zur Authentifizierung beantragt und erhalten haben, können sich den Weg zum Briefkasten des Finanzamtes sparen: „Mit der vollelektronischen Steuererklärung geht das nämlich alles viel einfacher“, wirbt Margret Möllenkamp-Lintz für das neue Verfahren. Und im Finanzamt Wittlich steht ein Team bereit, um jedem Steuerbürger bei den technischen Fragen zu helfen.

Vitali Dautov und Michael Bros sind die beiden Spezialisten, die beim Einstieg helfen. „Was man braucht ist eigentlich nur eine E-Mail-Adresse und seine Identifikationsnummer“, sagt Michael Bros. Damit kann man bereits seine Authentifizierung auf elster.de starten. Per E-Mail  erhält der Bürger dann einen Aktivierungs-Code und einige Tage später, per Post, seinen Code. Diese E-Mail hat zudem einen Link, der zum nächsten Schritt führt. Wer damit nicht parat kommt, bekommt in Wittlich Unterstützung. „Wir wollen den Leuten die Angst vor dem Verfahren nehmen. Bei uns können sie kostenlos bei der Registrierung Hilfe bekommen“, sagt Vitali Dautov. Auf der Homepage www.finanzamt-wittlich.de können sich Interessierte informieren und einen Termin, donnerstags, zwischen 8 und 18 Uhr vereinbaren. Am 7. Juni startet die Aktion.

Der Computer im Finanzamt ist vom Hausnetz abgekoppelt, alle Daten werden sofort nach erfolgreicher Zertifizierung gelöscht, garantiert Dautov. Rund eine halbe Stunde sollte für die Zertifizierung vor Ort reichen, glauben Dautov und Bros. „Die Vorteile liegen für beide Seiten auf der Hand“, sagt Margarete Möllenkamp-Lintz. Es gibt eine Plausibiltätsprüfung bei der Erstellung und Übermittlung der Steuererklärung, ein Belegabruf ist möglich, also eine vorausgefüllte Erklärung und die Übernahme von Daten aus dem Vorjahr. Zudem müssen in der Regel keine Belege eingereicht werden. Mit dieser Form geht die Bearbeitung wesentlich schneller. Das spart dem Finanzamt Zeit und der Bürger bekommt seine Erklärung auch deutlich schneller zurück. Hinzukommt, dass das alte ElsterFormuar ab 2019 nicht mehr gepflegt wird. Das Wittlicher-Team verspricht: „Der Umstieg lohnt sich jetzt schon.“