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Wittlicher Projekt "Stadt am Fluss": Langsam aber sicher rückt die Lieser an die Stadt

FOTO: Klaus KImmling
Wittlich. Bis zum Ende des Jahres soll das Millionenprojekt nahe der Wittlicher Altstadtbrücke abgeschlossen sein. Sonja Sünnen

Was an der Lieser mitten in Wittlich passiert, ist ein Millionenprojekt, für das das Land Geld gibt. Rund 2,5 Millionen Euro sollen investiert werden in eine neue Ufergestaltung mit Spielplatz und Stufen, die den Fluss zugängig machen, einen renaturierten Rommelsbach und einen zusätzlichen mobilen Hochwasserschutz.

Dazu gibt es rund 1,8 Millionen Euro vom Land als Zuschuss. Geld, das nicht für andere Zwecke eingesetzt werden kann, wie mancher der Skeptiker der Aktion "Stadtc am Fluss" sich ausdenkt. Denn neben vielen Befürwortern, die sich auf eine bessere Erlebbarkeit des Flusses und mehr Licht rings um den Platz an der Lieser freuen, gibt es Skeptiker.
Zum einen wegen des Hochwasserschutzes, den sie einer Fachbehörde sinnvoll und verbessert zu planen nicht zutrauen und auch wegen der aktuell gefällten Bäume, die vermisst werden. Das aktuelle Bild ist dabei noch lange nicht das Ende der spürbaren Eingriffe bis zum Endziel.

Wie es aktuell weitergeht, dazu hat Bürgermeister Joachim Rodenkirch im Bauauschuss einen kurzen Überblick gegeben. Ende März solle Submission und dann Vergabe für weitere Schritte sein, so Rodenkirch. Aktuell seien besonders die Garten- und Landschaftbauarbeiten im Gange. Dabei entsteht die neue Brücke über den bereits freigelegten Rommelsbach, die zum künftigen wassernahen Spielplatz führen wird.

Auf dieser Lieserseite hofft man bis Ende Juli entscheidend voranzukommen. "In der zweiten Jahreshälfte können wir dann anfangen mit den Bauarbeiten an der Mauer und der Abtreppung der Stufen zum Fluss", sagte Rodenkirch weiter und: "Ziel ist, dass die Maßnahme bis Ende des Jahres beendet ist."

Bis dahin wird sich optisch mehr ändern als die bislang augenscheinlichste Aktion der Fällung der 24 Spitzahorne und zwei kleinerer Feldahorne. Es war im Vorfeld geprüft worden, ob man die Bäume eventuell verpflanzen könne. das ging nicht.

Eine weiterer großer Eingriff in das Stadtbild wird der Abriss der Hochwasserschutzmauer bis zur Altstadtbrücke auf der linken Uferseite sein und die anschließende Verlegung der Feldstraße näher an den Platz an der Lieser sein. Hierfür verschwindet auch das Hochbeet, in dem die Bäume gefällt worden sind. Die Kastanienbäume im Rechteck des Platzes bleiben stehen.

An der Seite der dann näher zur Stadt rückenden Feldstraße wird es dann noch die Bodenvorrichtungen zur Verankerung des mobilen Hochwasserschutzes geben und daneben dann das gewonnene Gelände zur Lieser hin stufenweise abgeflacht. Dort wird man auch barrierefrei über Rampen bis ans Wasser gelangen können.
Und auf der anderen Lieserseite können sich dann Familien am neuen wassernahen Abenteuerspielplatz amüsieren.