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Zehntausende radeln bei Happy Mosel mit

Die Landesmutter geht mit gutem Beispiel voran: Sie tritt auf dem Weg von Kobern-Gondorf nach Winningen mit Ehemann Klaus Jensen in die Pedale.
Die Landesmutter geht mit gutem Beispiel voran: Sie tritt auf dem Weg von Kobern-Gondorf nach Winningen mit Ehemann Klaus Jensen in die Pedale. FOTO: (m_kreis )
Kobern-Gondorf. Zehntausende Radler haben das Moseltal zwischen Pünderich und Winningen am Sonntag in einen Sporterlebnisbereich verwandelt. Vom offiziellen Startort Kobern-Gondorf aus zog sich eine lange Schlange an Radlern und Skatern über die B 49. Volker Boch

Kobern-Gondorf. "Der Name Happy Mosel ist hier Programm", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die als Schirmherrin der Veranstaltung gemeinsam mit ihrem Mann Klaus Jensen selbst in die Pedale trat. "Heute ist ein guter Tag, um diese wunderschöne Landschaft zu erleben". Auf 85 Kilometern Länge wurde den Aktiven in den Kreisen Cochem-Zell und Mayen-Koblenz jede Menge geboten.
Es gab traumhafte Ausblicke, viele lohnenswerte Haltepunkte mit reichlich ehrenamtlichem Engagement an den Versorgungsständen und vor allem: viel Platz. Während die B 49 als viel befahrene Verkehrsader trotz des gut ausgebauten parallelen Radwegs für Radler nicht immer nur einen puren Genuss darstellt, hatten sie diesmal ganz freie Bahn.
Lediglich das Wetter hielt nicht das, was die Vorhersagen versprochen hatten. Die Temperaturen lagen zwischen 16 und 20 Grad, vor allem war es aber ein ordentliches Lüftchen, das die Sportler moselaufwärts auf Trab hielt. Während sich die Moselstrecke von Pünderich in Richtung Winningen mit einem famosen Rückenwind erleben ließ, blies den Sportlern in der Gegenrichtung kräftig der Wind ins Gesicht. An der guten Grundstimmung änderte dies allerdings nichts. Als Dreyer am Morgen in Kobern-Gondorf, Kreis Mayen-Koblenz, den Startschuss für die 23. Auflage der Veranstaltung gab, passte die positive Stimmung rund um den frisch sanierten historischen Markplatz bereits hervorragend zur Veranstaltung.
Anzutreffen waren unterwegs die verschiedensten Teilnehmer - ob mit dem Rad, auf Rollern oder Skates, mit Stützrädern oder ohne oder sogar mit dem Skateboard. Happy Mosel war ein buntes Bewegungsfest, das jede Menge Vielfalt für alle Altersklassen bot. Die Jüngsten saßen dabei häufiger im Kinderwagen-Anhänger, wenngleich auch Teilnehmer gesichtet wurden, die im Anhänger ihren Hund chauffierten. Mancher Ältere setzte auf die Unterstützung des E-Bike-Motors, andere wiederum auf die aerodynamischen Vorteile eines vollverkleideten Liegerads.

Ungewöhnliche Fahrzeuge wie dieses ziehen im Moseltal die Blicke der Radler auf sich.
Ungewöhnliche Fahrzeuge wie dieses ziehen im Moseltal die Blicke der Radler auf sich. FOTO: (m_kreis )
Eine ungewöhnliche Erfahrung: Die Radler haben auf der Bundesstraße freie Bahn. Fotos (3): Volker Boch
Eine ungewöhnliche Erfahrung: Die Radler haben auf der Bundesstraße freie Bahn. Fotos (3): Volker Boch FOTO: (m_kreis )