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Polizei
Zug muss abbremsen: Autofahrer überquert geschlossenen Bahnübergang

Symbol Polizei Blaulicht Einsatz. TV-Foto: Klaus Kimmling
Symbol Polizei Blaulicht Einsatz. TV-Foto: Klaus Kimmling FOTO: Klaus Kimmling / TV
Hetzerath. Trotz Rotlicht und geschlossener Halbschranke hat ein Autofahrer am Sonntagabend am Bahnübergang in Hetzerath (Kreis Bernkastel-Wittlich) nicht warten wollen. Eine gerade losfahrende Regionalbahn musste daraufhin abbremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Red

Die Polizei Wittlich hat gegen den 30-jährigen Autofahrer ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet. Dieser habe als viertes Fahrzeug in einer Reihe wartender Fahrzeuge gestanden. Da ihm die Wartezeit zu lange gedauert habe, sei er an den anderen Autos vorbeigefahren und überquerte trotz Rotlicht und geschlossener Halbschranke den Bahnübergang. Die gerade vom Bahnhof Hetzerath abfahrende Regionalbahn musste die Beschleunigung daraufhin abbremsen und mehrfach durch Signalgeben auf die Gefahrensituation hinweisen.

Kurz nachdem der PKW den Bahnübergang verlassen hatte, passierte die Regionalbahn den Bahnübergang. Der laut Polizei „gefährliche Vorfall“ wurde durch Zeugen beobachtet, der Fahrer wurde ermittelt. Er äußerte, "aufgrund der langen Wartezeit die Nerven verloren zu haben", so die Polizei. Zum Zeitpunkt des Vorfalls saßen auch seine Lebensgefährtin und das gemeinsame Baby im Fahrzeug.

Alleine für das Überqueren des Bahnübergangs mit einem Kraftfahrzeug trotz geschlossener Halbschranke ohne Gefährdung sieht der Bußgeldkatalog laut Polizei ein Bußgeld von 700 Euro, zwei Punkten in Flensburg und drei Monaten Fahrverbot vor.