Xynthia: Auswirkungen in der Eifel noch lange spürbar

Xynthia: Auswirkungen in der Eifel noch lange spürbar

Das Sturmtief „Xynthia“ hat auch in der Vulkaneifel große Schäden angerichtet und die Auswirkungen werden nach Ansicht von Experten noch lange spürbar sein. Die wirtschaftlichen Einbußen durch sinkenden Holzpreise aber sind geringer als befürchtet.

(ako) „Jeder Sturm ist ärgerlich, aber dieser war zum Glück nicht katastrophal“, beschreibt Karl-Ludwig Pentzlin vom Forstamt Daun das Wesen von „Xynthia“. Rund 70.000 Festmeter Windwurfholz vor allem in den östlichen Waldlagen des Reviers etwa rund um Darscheid oder Mehren hat der Sturm zusätzlich auf den Markt gebracht. Zum Vergleich: „Kyrill“ brachte die doppelte Menge.

Und während in den 1990er Jahren die stürmischen Schwestern „Vivian“ und „Wiebke“ anderthalb Jahre lange Aufräumarbeiten notwendig machten, wird diesmal voraussichtlich Ende Juni das meiste erledigt sein, wie Pentzlin prognostiziert. Angesichts hoher Nachfrage nach Bauholz und ausreichender Lagerkapazitäten habe sich „Xynthia“ – anders als die Stürme in früheren Jahren – nicht preissenkend auf den Holzmarkt ausgewirkt.

Ähnlich sieht die Lagen im Bereich des Forstamtes Hillesheim-Kelberg aus. Hier sind laut Martin Manheller insgesamt knapp 60.000 Festmeter Windwurfholz durch „Xynthia“ verursacht. Michael Zander, Büroleiter des Forstamtes Gerolstein, spricht in seinem Bereich von 50.000 Festmetern Windwurfholz. Besonders betroffen sei der Stadtwald Gerolstein in den Gemarkungen Müllenborn und Roth.