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Zukunft der Bahnstrecke Prüm-Gerolstein bleibt ungewiss

Zukunft der Bahnstrecke Prüm-Gerolstein bleibt ungewiss

Noch keine Klarheit zur Zukunft der Bahnstrecke zwischen Gerolstein und Prüm (der TV berichtete): Nach einem Gespräch mit Kommunalpolitikern aus beiden Städten in Mainz hat Landes-Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) angekündigt, bis April erste Weichen zu stellen.

(fpl) Radweg, Bahnbetrieb oder gar beides – was wird aus der Trasse zwischen Prüm und Gerolstein? Über die Anträge auf Genehmigung zum Bahnbetrieb, unter anderem von der Vulkan-Eifel-Bahn, wird das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium bis Ende April „eine Vorklärung herbeiführen“. Das teilte Verkehrsminister Hendrik Hering nach einem Gespräch am Donnerstag mit Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Prüm, und Gerolsteins Stadtbürgermeister Karl-Heinz Schwartz in Mainz mit.

Von den etwa 23 Kilometern Strecke gehören 17 Kilometer der Verbandsgemeinde Prüm, der andere Teil der Stadt Gerolstein. Die Gerolsteiner Vulkan-Eifel-Bahn, die bislang Fahrten zwischen der Sprudelstadt und Kaisersesch anbietet, möchte den noch nicht entwidmeten Streckenabschnitt nutzen. Andere befürworten dort den Bau eines Radwegs. Auch eine dritte Möglichkeit wird diskutiert – die gleichzeitige Nutzung als Bahn- und Radstrecke. Der Radweg müsste dann parallel zur Trasse angelegt werden.

Bis zum angekündigten Termin werde das Verkehrsministerium deshalb in Abstimmung mit den Kommunen auch „die Kosten und planungsrechtlichen Folgen der Realisierung eines Radweges unmittelbar am Gleiskörper prüfen“, heißt es in der Mitteilung aus Mainz.

An dem Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Prüm und Gerolstein „besteht insbesondere aus touristischen Gründen ein hohes Interesse des Landes“, betonte der Minister noch einmal.