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Zwei parteilose Gegenkandidaten bei Bürgermeisterwahl für Amtsinhaber Pauly

Zwei parteilose Gegenkandidaten bei Bürgermeisterwahl für Amtsinhaber Pauly

Bewegung in Sachen Bürgermeisterwahl: Neben Amtsinhaber Matthias Pauly (CDU) haben nach TV-Informationen mittlerweile zwei weitere Bewerber, die beide parteilos sind, ihre Kandidatur abgegeben: zum einen Astrid Gliemko (54) aus Wiesbaum, zum anderen Johannes Meyer aus Pelm.

(mh) Von wegen am Aschermittwoch ist alles vorbei: In die Bürgermeisterwahl für die Verbandsgemeinde Gerolstein kommt erst jetzt so richtig Bewegung rein. Nachdem Amtsinhaber Matthias Pauly (CDU) schon einige Wochen vor Weihnachten offiziell seine erneute Kandidatur bekannt gegeben hat, tat sich wochenlang nichts: Die Oppositionsfraktionen im VG-Rat wollten nach einem gemeinsamen Gegenkandidaten suchen, haben aber bis heute niemanden präsentiert.
Unterdessen haben zwei freie Kandidaten auf die Ausschreibung im Amtsblättchen hin eine Bewerbung im Gerolsteiner Rathaus abgegeben. Das bestätigte Büroleiter Hans-Josef Hunz. Namen nannte er nicht, sagte aber, dass beide Bewerbungen noch unvollständig seien, da bislang die 80 benötigten Unterstützungsunterschriften fehlten.
Bei der einen Kandidatin handelt es sich um Astrid Gliemko (54). Die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern (27 und 29 Jahre), die nach ihrem Studium der Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Psychologie und Politikwissenschaften in Düsseldorf bei der Landesregierung tätig war, arbeitet seit rund zwölf Jahren im Sozialdienst der Psychiatrie des Gerolsteiner Krankenhauses. „Was ich dort tagtäglich erlebe und praktiziere, ist Sozialpolitik, schließlich verhelfe ich den Menschen, denen es gerade nicht so gut geht, zu ihren gesetzlich verbrieften Rechten.“ Sozialpolitik, allen voran die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie Natur und Umweltschutz bei Erhaltung und Ausbau von Arbeitsplätzen sieht sie daher auch als ihre politischen Schwerpunktthemen an. „Zudem möchte ich mit meiner Kandidatur Beispiel geben und Frauen Mut machen, sich politisch zu engagieren, denn nicht zuletzt in meiner täglichen Arbeit habe ich gemerkt: Wirklich verändern kann man nur etwas, wenn man selbst in die Politik geht.“
Als eigene Stärken nennt die passionierte Jägerin und Umweltschützerin Organisationstalent, eine hohe Sozialkompetenz, ein fundierte Wissen um gesellschaftliche und soziale Zusammenhänge, die Fähigkeit zuhören und auf Menschen zugehen zu können.