Sacred 3

Zu viele Innovationen oder schlicht die falsche Namensgebung: "Sacred 3" besticht mit einem actionlastigen Gameplay, das Fans der Reihe sicherlich verwundern wird. Warum sich der Titel dennoch lohnt, erfahrt ihr hier.

Inzwischen ist es über zehn Jahre her, dass "Sacred" den Weg auf den heimischen PC fand: Im Februar 2004 sorgte das von Ascaron entwickelte Rollenspiel aus deutschem Hause für weltweites Aufsehen. Eine nette Story traf auf ausgefallene Charaktere, einen außergewöhnlichen Humor und eine offene Spielwelt, die zum Erkunden einlud. Auch der zweite Teil rüttelte 2008 wenig am Grundprinzip. Bis heute wird das Spiel von einer breiten Fangemeinde bejubelt - nun folgt der dritte Streich …

Um es gleich vorweg zu sagen: Dieses "Sacred" hat fast gar nichts mehr mit seinen beiden Vorgängern zu tun. Es mag zwar noch im gleichen Fantasy-Universum spielen und sogar einige Helden aus den Vorgängern haben, aber das war es im Grunde schon mit den Gemeinsamkeiten. Das Spielprinzip wurde völlig umgekrempelt zugunsten einer actionreichen Partie mit Freunden - das gemeinsame Monstermetzeln wie in der "Diablo"-Reihe steht hier im Vordergrund: Die offene Spielwelt wurde durch Missionen ersetzt und die Fähigkeiten der fünf unterschiedlichen Helden werden vor jedem Level ausgewählt. Bis zu vier Freunde stürzen sich gleichzeitig ins Gefecht.

Veteranen der "Sacred"-Reihe mag bei so vielen Veränderungen vielleicht das Herz bluten - Unterhaltung bekommen sie aber dennoch geboten. Am besten streicht ihr den Namen gedanklich weg und blickt auf das Spielerlebnis, das sich dahinter verbirgt. Auf diese Art können sich auch Liebhaber der Reihe mit dem neuesten Teil anfreunden. Einsteiger wird es ohnehin nicht weiter stören, da das Gesamtpaket aus Action und Koop-Modus eindeutig stimmt.

Für: Xbox 360, PS 3, PC // Entwickler: Keen Games // Publisher: Deep Silver // Spieler: 1-4
Online: Ja // USK: ab 12 Jahren

sacred-world.com