Scharfe Kurven

Ein Elektro-Skateboard bringt seinen Fahrer nicht nur ohne Mühe zum Ziel, es sieht dabei auch noch cool aus. Auf den Straßen sieht man immer mehr Boards, die von einem Motor angetrieben werden.

Warum ist darauf noch niemand gekommen? Ein Skateboard mit Motor! Treten war gestern, heute rollt man motorisiert durch die Gegend. Es gibt Gelände-E-Boards, Elektro-Longboards oder das klassische Skateboard mit Motor. "Wer sich so ein Ding unter die Füße schnallt, der ist sofort davon infiziert", sagt Kai Hauser von der Webseite elektro-skateboards.de . Hauser ist Pionier auf diesem Gebiet und testet jedes erdenkliche neue Modell. Auf seiner Homepage bietet Hauser sogar Tuning-Tipps für das heimische Board an.

Doch bevor es ans Schrauben geht, sollte sich der Otto Normalskateboardfahrer klar machen, mit welchem Gefährt er es zu tun hat: 40 Kilometer pro Stunde schaffen die Straßenmodelle. Bei den Geländeboards geht es etwas gemächlicher zu, sie bringen immerhin etwa 30 Kilometer pro Stunde auf den Boden.

Mit einem Elektro-Skateboard lässt sich sowohl ein gemütlicher Sonntagsausflug absolvieren als auch ein rasantes Rennen unter Freunden. Nur eines ist zu beachten: Lenken muss man immer noch selbst! Zumindest bei den klassischen Modellen. Mittlerweile gibt es sogar Boards mit Fernbedienung. Solche Elektrobretter stellt beispielsweise Evolve Skateboards ( evolveskateboards.de ) her. Der Akku befördert den Fahrer immerhin etwa 30 Kilometer weit und treibt ihn mit etwa 38 Kilometer pro Stunde an. Und das sowohl auf Asphalt als auch im Gelände. Der Clou: Bei einem Sturz stoppt der Motor und man muss dem Board nicht bis in eine andere Stadt hinterhereilen. Die Preisspanne reicht von 170,- bis 1000,- Euro. Wer schon mal gesurft, Skateboard gefahren ist oder Snowboarderfahrung hat, wird sich auf einem Elektro-Skateboard sicherlich zuhause fühlen und das Fahrgefühl aufsaugen. Allerdings muss er dabei auf Tricks wie den Ollie oder einen Kickflip verzichten: Elektro-Skate- oder Longboards mögen es lieber erdig und cruisen zwar gerne, sind aber nicht für den regulären Straßenverkehr zugelassen.