Schlagkräftige Truppe

Schlagkräftige Truppe

"Bei einer Alarmierung sind wir auch am Wochentag innerhalb weniger Minuten mit einer schlagkräftigen Mannschaft am Brand- oder Unfallort," verspricht der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Pluwig, Christian Kühn. Das auch im 95. Jahr ihres Bestehens.

Um das Versprechen einlösen und Hilfe zu jeder Tages- und Nachtzeit garantieren zu können, sind die 32 Feuerwehrfrauen und -männer bestens ausgebildet und können in Kürze auch auf ein neues Einsatzfahrzeug zurückgreifen. Kühn: "Die Befürchtung, dass bei erforderlicher Hilfe an Arbeitstagen kein Feuerwehrmann im Ort ist, trügt." Bei seiner "Tages-Alarmbereitschaft" stützt sich Kühn nicht nur auf sechs bis acht Kameraden, die im Ort oder in der Nähe arbeiten, sondern vor allem auch auf den Gemeindearbeiter Rudi Müller. "Er ist immer im Ort und hat die notwendigen Führerscheine, um alle Einsatzfahrzeuge fahren zu können," erklärt der Wehrführer. Kühn ist Arzt im Krankenhaus in Hermeskeil, wird im Notfall für die Hilfe in Pluwig von seinem Arbeitgeber freigestellt. Ein Arzt als Wehrführer ist in der Region wohl eine einmalige Angelegenheit. Doch Kühn kam, wie zwei Drittel seiner Mitstreiter auch, über die Jugendfeuerwehr zur aktiven Wehr. Die Mischung aus Freizeitbeschäftigung und Technik hat ihm schon immer gefallen. Übrigens sind inzwischen sogar alle Führungspositionen von ehemaligen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr besetzt. Die Feuerwehr Pluwig wird inzwischen überörtlich in der gesamten Verbandsgemeinde Ruwer eingesetzt. Das allein spricht schon für ihren guten und aktuellen Ausbildungsstandard. Die Frauen und Männer haben die Lehrgänge als Zug- und Gruppenführer, Gerätewarte und Jugendwarte. Allein 18 Atemschutz-Geräteträger sprechen für das Engagement und den Willen, im Notfall helfen zu können. Denn Atemschutz-Geräteträger wird man nicht per Handschlag. Über 190 Stunden hat man in Lehrgängen und Schulungen zu bewältigen, ehe man mit dem Gerät vertraut ist und damit arbeiten darf. Trotzdem, auf dem bisherigen Ausbildungsstand wollen die Pluwiger nicht verweilen. Kühn: "Es gilt, die Ausbildung und die Kameradschaft der Aktiven weiter zu fördern. Zudem soll die Jugendfeuerwehr weiter ausgebaut und unterstützt werden." Das Sorgenkind der Feuerwehr war bisher ein aus Gutweiler übernommenes Einsatzfahrzeug. Motorprobleme, durchgerosteter Boden und Befestigungsstreben hatten das Auto zu einem Problem werden lassen. Jetzt wird das in der Beschaffung für 2007 vorgesehene neue Tragkraftspritzenfahrzeug schon in Kürze von der Firma Ziegler ausgeliefert. Geht es um die Finanzierung von notwendiger Ausrüstung wie zum Beispiel einem Überdruck-Belüfter, einem Mehrzweckanhänger, Schutzjacken oder Meldeempfängern, läuft kaum etwas ohne den Förderverein. Wehrführer Kühn: "Ohne diesen Verein mit seinem Vorsitzenden Erwin Gerhard wäre so manche Anschaffung nicht möglich." Zusammen mit der Feuerwehrkapelle wird vom 13. bis 16. Oktober in und bei der Mehrzweckhalle gefeiert.

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