Schnelles Internet: LTE-Ausbau in der Region liegt auf Eis

Trier · Noch immer müssen viele Internetnutzer in der Eifel oder auf dem Saargau auf schnelles Internet über Funk (LTE) warten. Trotz Zusage und trotz eines Abkommens mit Luxemburg über die Nutzung der Funkfrequenzen haben Mobilfunkanbieter den LTE-Ausbau entlang der Grenze zum Nachbarland auf Eis gelegt.

 Die Mobilfunk-Anbieter haben ihr LTE-Netz (hier eine LTE-Antenne) ausgebaut. Foto: dpa

Die Mobilfunk-Anbieter haben ihr LTE-Netz (hier eine LTE-Antenne) ausgebaut. Foto: dpa

Die großen Mobilfunkanbieter haben sich verpflichtet, zunächst ländliche Regionen mit LTE, das Internetverbindungen via Funk ermöglicht, zu versorgen.

Allerdings setzen die Mobilfunkanbieter derzeit vor allem in Großstädten auf den Ausbau mit schnellen LTE-Verbindungen. Laut rheinland-pfälzischem Innenministerium wurden in Rheinland-Pfalz wurden bislang über 450 LTE-Standorte genehmigt. Doch in einigen Regionen, darunter noch immer entlang der Grenze zu Luxemburg, hapert es weiter mit dem Ausbau. So weist etwa der Funkversorgungsatlas der Telekom vor allem in der Eifel und auf dem Saargau entlang der luxemburgischen Grenze Lücken beim LTE-Ausbau auf.

Bis April stand dem Ausbau eine fehlende Vereinbarung mit Luxemburg im Weg. Da das Nachbarland auf der Frequenz, die in Deutschland für LTE genutzt wird, digitales Fernsehen über Antenne ausstrahlt, durften 30 Kilometer bis zur Grenze kein LTE-Funkmasten aufgebaut werden.

Auf Initiative des Trierer CDU-Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster unterzeichneten Deutschland und Luxemburg ein Abkommen, mit dem der LTE-Ausbau und die Frequenznutzung geregelt wurden. Doch seitdem scheint sich in Sachen moderner Mobilfunkstandard in der Region nicht allzu viel getan haben.

Das geht aus einer Nachricht des Mobilfunkanbieters Vodafone an das rheinland-pfälzische Innenministerium hervor, das volksfreund.de vorliegt. Darin bestätigt das Unternehmen, dass aufgrund der zunächst fehlenden Einigung zwischen Luxemburg und Deutschland "viele Vorhaben im grenznahen Bereich erst einmal auf Eis gelegt und andere Regionen beim LTE-Ausbau berücksichtigt" worden seien.

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