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Schritt für Schritt in eine versöhnte Welt

Martin Jordan beim Luxemburg-Marathon 2007. Foto: privat
Martin Jordan beim Luxemburg-Marathon 2007. Foto: privat
Der Startschuss fällt am Samstag, 3. Mai: Beim dritten "ING Europe-Marathon" in Luxemburg gehen 51 Geistliche und Repräsentanten der großen Weltreligionen als Gruppe "InterFaith - Marathon for a United World" gemeinsam an den Start, darunter auch Martin Jordan, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Konz-Karthaus.

Luxemburg/Konz. (red) "Es ist mir eine besondere Ehre, mit Fauja Sing zu laufen - grandios finde ich den Zuwachs in dieser Gruppe und die überkonfessionelle Ausweitung", freut sich Martin Jordan auf den Lauf. Jordan ist sicher nicht der einzige, der mit Spannung die 97-jährige Lauflegende aus England erwartet: Der gebürtige Inder ist Weltrekordhalter der Altersklasse M 90 und unterstützt mit seinem Laufen wohltätige Zwecke. Auch der schnellste Pfarrer des Vorjahres, Matthias Vosseler, ist wieder angemeldet. Doch auch abseits des Spektakulären bietet der Luxemburg-Marathon für Martin Jordan Gründe genug, um teilzunehmen. Er erinnert sich noch an die beeindruckende Atmosphäre im Vorjahr: "Vor allem das Gefühl, mit den anderen von "Priests United" verbunden zu sein, egal, wo im Läuferfeld sich nun wer befand." Die Vorgängerorganisation "Priest United" ist ausgeweitet worden. Neben evangelischen, katholischen und orthodoxen Geistlichen sind erstmalig auch Muslime, Baha‘i, Buddhisten und Sikhs für die Gruppe "Inter Faith" am Start. Wie im Vorjahr unterstützt die Gruppe das interreligiöse Versöhnungsprojekt "healing of memories": Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln in ihren Heimatkirchen Geldbeträge und bringen diese als Kollekte mit. Das Geld wird für die Versöhnung zwischen den religiösen und ethnischen Gruppen in Rumänien genutzt. So setzen die Geistlichen mit ihrem gemeinsamen Lauf ein deutliches Zeichen der Verbundenheit - symbolisch und ganz praktisch: "Mehr geht nun wirklich nicht", fasst Martin Jordan zusammen.Der Marathon beginnt am 3. Mai um 18 Uhr. Um 16.15 Uhr fällt jedoch schon der "Geistliche Startschuss": Im Amphitheater im Gebäude der Coque (Start- und Zielbereich) wird eine interreligiöse Andacht den Abend vorbereiten.