Sicherheitsdebatte: Waffenbesitzer im Eifelkreis werden nicht kontrolliert

Sicherheitsdebatte: Waffenbesitzer im Eifelkreis werden nicht kontrolliert

Ein Jäger aus Bitburg, der als Besitzer von 140 legalen Waffen bekannt war, ist in mehr als 20 Jahren nicht einmal von der Waffenbehörde des Eifelkreises kontrolliert worden. Das Amtsgericht Bitburg, das den Mann jetzt unter anderem wegen des Besitzes von weiteren 140 illegalen Waffen verurteilt hat, kritisiert die Behörde.

Der Fall schlug große Wellen: Im Frühjahr 2010 durchsuchte die Kriminalpolizei die Wohnung eines damals 57-jährigen Jägers aus Bitburg und fand dabei 140 Waffen und Waffenteile, zigtausende Schuss Munition, und 63 Kilogramm Sprengstoff - alles das durfte der Mann nicht besitzen. Vergangenen Mittwoch ist der nun 59-Jährige zu einer Gefängnisstrafe, ausgesetzt zur Bewährung verurteilt worden. Der vorsitzende Richter am Amtsgericht Bitburg, Udo May, kritisierte in seiner Urteilsbegründung die Waffenbehörde des Eifelkreises Bitburg-Prüm: Der Mann, der auch 140 Waffen legalerweise bei der Behörde angemeldet hatte, wurde in mehr als 20 Jahren nicht einmal kontrolliert. Auch als nach dem Amoklauf von Winnenden die Gesetze verschärft wurden, blieben die Kontrollen aus.

Die Kreisverwaltung gibt auf Anfrage des Trierischen Volksfreunds offen zu: Es gibt keine Kontrollen von Waffenbesitzern im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Grund: Die Verwaltung hat keinen Kontrolleur eingestellt und nach eigenen Angaben auch zu wenig Befugnisse, um Waffenbesitzer zu kontrollieren.

Mehr dazu lesen Sie morgen in der Bitburger Ausgabe des Trierischen Volksfreund und auf volksfreund.de

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