Sieben Menschen in der Eifel an Hirnhautentzündung erkrankt

Sieben Menschen in der Eifel an Hirnhautentzündung erkrankt

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm sind seit Anfang des Jahres sieben Kinder und Jugendliche an Hirnhautentzündung (Meningitis) erkrankt, ein 16-Jähriger ist im März daran gestorben. In den anderen Kreisen der Region gibt es keine derart auffällige Häufung von Meningitis-Fällen.

Damit hat es innerhalb von vier Monaten fast so viele Fälle im Eifelkreis gegeben wie innerhalb der vergangenen fünf Jahre zusammen. Zwischen 2005 und 2010 wurden in Bitburg-Prüm acht Meningitis-Infektionen registriert. Bis April gab es in Rheinland-Pfalz insgesamt lediglich 14 derartige Infektionen. Ein 17-Jähriger schwebte vergangene Woche fast zwei Tage lang in Lebensgefahr. Bei ihm wurde eine schwere Meningokokken-Infektion festgestellt.

Meningokokken sind Bakterien, die eine Hirnhautentzündung auslösen können. Die einzelnen Erkrankten standen nicht miteinander in Kontakt und konnten sich daher nicht gegenseitig anstecken. Weder im Vulkaneifelkreis noch im Kreis Bernkastel-Wittlich gab es den vergangenen Wochen Meningitis-Fälle. Dem Trierer Gesundheitsamt wurde Anfang März ein Fall gemeldet, eine 57-Jährige hatte sich vermutlich in der Russischen Föderation angesteckt.

Um eine weitere Ausbreitung der Infektion einzudämmen empfiehlt der Eifelkreis eine Meningokokken-Impfung für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren.