Sieger von „Jugend forscht“ gekürt

Sieger von „Jugend forscht“ gekürt

Ein Handschuh, der vor Verätzungen warnt — das ist eine der Ideen, die beim 45. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurden.

(lrs) Der 19-jährige Alexander Herms aus Essenheim (Kreis Mainz-Bingen) hat mit verschiedenen Materialien an einem Prototyp getüftelt. Spezielle Mittel sollen den Handschuh verfärben und so auf gefährliche Säuren und Basen aufmerksam machen. Eine gute Idee, fand auch die Jury des Landeswettbewerbs und machte Herms in Ludwigshafen zum Landessieger im Fachbereich Arbeitswelt.

Er und neun andere Jungforscher fahren nun zum Bundesfinale, das im Mai in Essen stattfindet. 40 Projekte hatten es in den Wettbewerb geschafft, am Donnerstag kürte Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) die Sieger. „Ich fände es prima, wenn die über “Jugend forscht“ geweckte Faszination in ein Studium in den Naturwissenschaften, in der Mathematik oder in den Ingenieurberufen mündet, denn gerade hier brauchen wir dringend mehr qualifizierten akademischen Nachwuchs“, sagte die Ministerin laut einer Mitteilung.

Ahnen überreichte außerdem einen Sonderpreis ihres Ministeriums an Marie und Sophie Scholz. Die Zwillingsschwestern aus Koblenz hatten einen interaktiven Städte-Guide für 16- bis 21-Jährige entwickelt und gewannen damit in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften. Auf der Internetseite „YOUCI“, für „Your city“, finden sich Informationen zu Wetter, Events, Nachtleben, Shopping, Sehenswürdigkeiten und günstigen Unterkünften.

Die Zwillinge recherchierten all diese Informationen für ihre Heimatstadt Koblenz und bauten ein Wiki auf, das ähnlich wie die Informationsplattform Wikipedia funktioniert. „Damit jeder mitmachen kann und die Seite von alleine wächst“, erklären die Elftklässlerinnen. Die 16jährigen Schwestern sind „Jugend forscht“- Veteraninnen und machten schon zum vierten Mal mit. Zweimal holten sie den Landessieg. 1071 Jugendliche hatten in diesem Jahr am Landeswettbewerb teilgenommen. Neben dem Ticket nach Essen wurden Geld- und Sachpreise sowie Praktika vergeben.