SPIEL DES TAGES : Unterklassiges Niveau in Ulmen

SPIEL DES TAGES : Unterklassiges Niveau in Ulmen

ULMEN. Verdienter Sieg für die Fortunen aus Ulmen. Gegen die völlig enttäuschenden Gäste aus Alfbachtal erzielte Lubczinski das einzige Tor in einer schwachen Begegnung.

Ein wunderschöner Regenbogen war das einzig Sehenswerte, das den rund 70 Zuschauern am Sonntag beim Aufeinandertreffen zwischen dem SV Ulmen und der zweiten Mannschaft aus Alfbachtal geboten wurde. Denn während die Natur über ihnen ein buntes Spektakel veranstaltete, zeigten die Kicker über die gesamte Distanz eine finstere Darbietung. So gelang es den Protagonisten in der kompletten ersten Hälfte kein einziges Mal, sich eine ernsthafte Möglichkeit zu erarbeiten. Schuld daran war eine Reihe von Unsicherheiten und eine mangelnde Zielgenauigkeit im Aufbau. Nur selten gelangte der Ball in Strafraumnähe, in der Regel scheiterten die Offensivbemühungen bereits im Ansatz. Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie unterklassig und als wären die Zuschauer mit der miserablen Vorstellung nicht genug gestraft gewesen, mussten sie sich das Desaster auf dem Platz zeitweise unter strömendem Regen antun. Für die wenigen Lichtblicke sorgten die Platzherren, die nach dem Wiederanpfiff des ordentlich leitenden Schiedsrichters Thomas Radermacher (Irsfeld) etwas besser ins Spiel kamen. Nachdem sie in der ersten Halbzeit noch übernervös gewirkt hatten, legten sie ihre Zurückhaltung langsam ab. Die technischen Mängel kompensierten sie durch eine engagiertere Einstellung. Folgerichtig gingen die Ulmener in der 66. Minute verdient in Führung. Der eingewechselte Patrick Pohl setzte sich auf der linken Seite durch. Seine Hereingabe verwandelte Michael Lubczynski gegen den nicht entschlossen genug herauslaufenden Keeper Sascha Meeth zum 1:0-Endstand. Von ernsthafter Gegenwehr der Gäste war auch in der Schlussphase nichts zu sehen. Zwar bemühten sie sich jetzt etwas mehr, doch auch die Einwechslung von Andreas Alt und Stefan Schäfer, die bei der ersten Mannschaft nicht eingesetzt worden waren, nutzte nichts mehr. Völlig ideenlos und mit einer Reihe von Fehlpässen gelang es ihnen zu keinem Zeitpunkt, Gefahr für das Ulmener Tor zu erzeugen. So musste sich Edwin Graefen nach dem Abpfiff sichtlich zusammenreißen. Der Aushilfscoach der Alfbachtaler Reserve, der zur Zeit den am Fuß verletzten Michael Haeb vertritt, war nach der Partie zu Recht angefressen. Nachdem seine Schützlinge 90 Minuten lang Fußball zum Abgewöhnen geboten, fiel es Graefen schwer, seine Enttäuschung in halbwegs moderater Form zu äußern: "Wir haben uns leider auf unterstem Niveau präsentiert. Im ganzen Spiel haben wir es gegen einen ebenfalls wenig berauschenden Gegner nicht geschafft, uns auch nur eine einzige Chance zu erarbeiten." Einen Grund für das miserable Auftreten seines Teams fand der Coach auch nach reichlichem Überlegen nicht: "Es gibt Dinge im Leben, für die hat man keine Erklärung." Sein Gegenüber Jan Diederichs konnte sich wenigstens über das Ergebnis freuen. Ansonsten hatte aber auch seine Elf wenig Anlass zur guten Laune geboten. Dennoch freute sich der Spielertrainer über die drei Zähler im Lokalderby: "Wir haben sicher keine tolle Leistung geboten. Vielleicht hatten einige aus meiner Mannschaft noch die 3:6-Pleite aus der Hinrunde im Kopf und waren deshalb zu nervös. Dadurch gab es es kaum schöne Spielzüge, aber insgesamt hatten wir leichte Vorteile und auch die besseren Möglichkeiten, so dass der Sieg im Großen und Ganzen in Ordnung geht." Auch ansonsten ist der Ulmener Coach mit dem bisherigen Abschneiden seiner Elf in der laufenden Spielzeit zufrieden: "Durch diesen Sieg können wir uns weiter von unten absetzen. Vor der Saison hätte keiner von uns damit gerechnet, dass es mit dieser jungen Mannschaft so gut laufen würde."