| 20:35 Uhr

Appetithappen für die neue Saison

Begeisterte Fans, glücklicher Trainer: TBB-Coach Henrik Rödl (Mitte) hat beim Spiel gegen Antwerpen schon einige gute Ansätze seines Teams zu sehen bekommen. TV-Foto: Willy Speicher
Begeisterte Fans, glücklicher Trainer: TBB-Coach Henrik Rödl (Mitte) hat beim Spiel gegen Antwerpen schon einige gute Ansätze seines Teams zu sehen bekommen. TV-Foto: Willy Speicher
Trier. Dank einer enormen Leistungssteigerung in den letzten 15 Minuten haben die Trierer Basketballer den letzten Test vor dem Bundesliga-Start am Mittwoch in Tübingen gewonnen. Gegen das belgische Spitzenteam Port of Antwerp Giants siegte das Team von Trainer Henrik Rödl mit 72:65 (28:33).

Trier. 900 Zuschauer waren nach der Schlusssirene begeistert. Sie hatten eine Trierer Aufholjagd gesehen, bei der das Potenzial, das im Team steckt, deutlich wurde und ein schon verloren geglaubtes Spiel gedreht wurde. "Wir haben nach wie vor noch viel Arbeit", gibt Trainer Henrik Rödl zu, "aber das ist auch normal. Wir müssen noch konstanter werden, auch innerhalb eines Spiels. Da sind noch viele Wellen drin. Aber wir wissen, wo unsere Baustellen sind, und daran arbeiten wir." Erfreut hat ihn aber die Schlussviertelstunde: "Da konnte man in Ansätzen sehen, wohin wir wollen und was wir können." Und das ohne Vitalis Chikoko, Jone Pedro Lopes und Dragan Dojcin und zwei weitere Akteuren aus der langen Garde, Andreas Seiferth und Brian Harper, die früh hoch foulbelastet waren. Der erst am Freitag in Trier eingetroffene Jermaine Bucknor, der die Verletzungszeit von Dojcin überbrücken soll, brauchte eine Halbzeit, um in Trier wirklich anzukommen, zeigte dann aber mit 13 Punkten, sechs Rebounds, vier Assists und zwei Steals, dass er zum Glücksgriff werden könnte. Schon in der ersten Halbzeit hatte die TBB immer dann Klassen gezeigt, wenn sie aus Ballgewinnen heraus zu Fastbreaks kam. Das blieb im gesamten Spiel die große Stärke des Teams, das aber allein in der ersten Hälfte 16 Ballverluste produzierte. Als der knappe Halbzeitrückstand auf 30:47 (25.) angewachsen war, schien die Partie entschieden. Doch die Mannschaft rappelte sich auf und verkürzte auf 38:47. Dann nahm Antwerpens Trainer eine Auszeit, die aber wirkungslos verpuffte. Trier legte eine 24:2-Serie hin. Grundlage war die erhöhte Aggressivität und Effektivität in der Verteidigung und die Vermeidung eigener Ballverluste. Stattdessen wurden den Belgiern die Bälle abgejagt, Fastbreak auf Fastbreak folgte - all das riss das Publikum teilweise zu Begeisterungsstürmen hin. Beim 50:49 zu Beginn des Schlussviertels ging die TBB erstmals wieder in Führung und gab sie nicht mehr ab. Die Art und Weise, wie Antwerpen besiegt wurde, war der richtige Appetitanreger vor der neuen Saison. TBB Trier: Linhart (8), Saibou (4, Doreth (2), Howell (6), Seiferth (13), Buntic (n.e.), Mönninghoff (3), Harper (9), Stewart (14), Lopes (n.e.), Bucknor (13) wir